Erster Abschnitt.
Die Zeit vor den wisseiiscliaftliehen Versuchen.
Erstes Capitel.
Ursprung und Anfänge wirthschaftlicher Vorstellungen.
Mit den Thatsachen entwickeln sich auch Gedanken über
dieselben. Die letzteren können äusserst dürftig sein, aber sie
werden niemals gänzlich fehlen. Neben den instinctiven An
trieben findet sich bei dem Menschen stets irgend eine, wenn
auch noch so unbedeutende Spur von Uebcrlegung. Man kann
daher zuversichtlich behaupten, dass die wirthschaftlichen Hand
lungen auch im rohesten Zustande von einem Bewusstsein über
irgend einen Sinn derselben begleitet gewesen sind. Auf das
Maass von Wahrheit oder Irrthum, welches sich in den so
entstehenden Vorstellungen bekundete, kommt es wenig an.
Es ist für den geschichtlichen und den vorgeschichtlichen Hin
tergrund nur zu wissen nöthig, dass ein ganz natürliches Ge
setz der Erkenntnissbildung zu allen Zeiten und bei allen
Völkern zu wirthschaftlichen Ideen führen musste, vorausgesetzt,
dass man diesen Begriff hinreichend allgemein nimmt.
In seinem Ursprung grenzt der Mensch an die Thierheit
einer niederen Stufe. Indessen fehlen auch bei gewissen Thier
arten weder die Antriebe noch die Vorstellungen, welche sich
in Beziehung auf eine so zu sagen wirthschaftliche Thätigkoit
mit dem Verhalten und der Gedanken Verfassung des unent
wickelten Menschen vergleichen Hessen. Eine Art Wirthschaft
muss aber von dem Augenblick an bestanden haben, in welchem
der fast nur leidende und auf die Zufälle angewiesene Zustand
in der Befriedigung der materiellen Bedürfnisse mit irgend