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einflussen könnte, müßte im einzelnen erörtert werden, innerhalb des
Rahmens eines grundlegenden gesellschaftstechnischen Gutachtens möge
das Gesagte genügen.
Zum Schluß muß noch einiges über die Durchführbarkeit der
Sozialisierung bemerkt werden, weil gerade über diesen Punkt die
sonderbarsten Anschauungen und Gerüchte bestehen. Die oben an
gedeuteten Maßnahmen lassen sich im allgemeinen sofort in An
griff nehmen, und was noch bedeutsamer ist, sie lassen sich bereits
innerhalb eines einzelnen Staates durchführen, es
bedarf nicht einer Sozialisierung der Weltwirtschaft. Während in der
freien Konkurrenz die Arbeitsbedingungen jedes Staates wesentlich
von den Arbeitsbedingungen des Konkurrenzstaates abhingen, hat es
die sozialisierte Wirtschaft in der Hand, die Produktionslasten in
mannigfachster Weise auf die Gesamtheit ihrer Mitglieder zu ver
teilen. Der Staat tritt wie ein einziger großer Trust allen anderen
Staaten gegenüber und regelt die Arbeits- und Produktionsbedingungen
als innere Angelegenheit. Er kann z. B. den Export durch erhöhte
Sparsamkeit seiner Bewohner ermöglichen.
Im augenblicklichen Zeitpunkt sind die inter
nationalen Verhältnisse einer Sozialisierung ganz
besonders günstig, weil der Krieg die Rechte fremder Staaten
und Unternehmer an unseren Betrieben so gut wie ganz beseitigt hat,
es sich also fast ausschließlich um eine Auseinandersetzung zwischen
Volksgenossen handelt. Es ist kaum anzunehmen, daß eine so
günstige Gelegenheit je wieder kommt.
Es ist ärmlich, die Sozialisierung mit dem Argument zu be
kämpfen, die Entente werde die vergesellschafteten
Betriebe beschlagnahmen. Wenn die Entente irgend einen
Betrieb ernstlich beschlagnahmen will, fragt sie nicht darnach, ob er
privater oder staatlicher Besitz ist. Oder hat vielleicht die Entente
danach gefragt, wem die landwirtschaftlichen Maschinen gehören, die
man ihr abliefern muß? Und glaubt man wirklich, daß solche Tages
argumente in die Wagschale fallen, wenn es darum geht, die Forde
rungen gewaltiger Volksmassen zu befriedigen, wenn es darum geht,.
Krisen, Elend, Sorge auf Jahrhunderte hinaus zu beseitigen?
Auch das oft gehörte Argument, der Auslandskredit werde
Einzelnen leichter als dem Staate gewährt, ist nicht allzu kräftig. Er
gilt nur für die Periode der Unsicherheit und Unruhe. Wenn einmal
die Sozialisierung in größtem Stil im Gange ist, dann verliert der Ein
zelne seine Kreditfähigkeit, während die des Staates wächst. Wen