Full text : Die Zukunft unserer Wirtschaft

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rücksichtlidi  4  %  als  Erträgnis  übrig  bleiben.  Ganz  anders ­
  bei  Einzelpersonen;  bei  ihnen  ist  das  Verhältnis  von
Kapital  und  Ertrag  sehr  schwer  festzustellen;  und  wenn
einem  Einzelnen  von  100.000  Kronen  Einkommen  selbst
nur  40.000  bleiben,  ist  er  nicht  eben  zu  bedauern,  mag
sein  Kapital  groß  oder  klein  sein-  Die  Regierung  war  also
im  Rechte,  als  sie  für  die  Kriegssteuer  der  Gesellschaften
den  perzentuellen,  für  die  der  Einzelpersonen  den  absoluten ­
  Maßstab  vorschlug.
Auch  die  sogenannte  „Rückwirkung“  des  Gesetzes
ist  nicht  verwerflich,  nicht  einmal  unbillig.  Die  gesamte
Kriegszeit  bildet  wirtschftlich  eine  Einheit:  sie  ist  also  auch
einheitlich  zu  besteuern.  Nebenbei  bemerkt,  ist  es  ganz
unvernünftig,  die  intensivere  Besteuerung  mit  den  Ergebnissen ­
  des  Jahres  1917  beginnen  zu  lassen,  wo  doch  1915
und  1916  die  eigentlich  erfolgreiche  Zeitspanne  waren.  Es
wäre  also  am  Platze,  nach  dem  Ergebnisse  der  ersten
drei  Jahre  provisorisch  zu  bemessen  und  die  cndgiltige
Festsetzung  dem  Kriegsende  vorzubehalten.
Auf  einer  derart  gerechten  Grundlage  könnten  die
Sätze  noch  wesentlich  erhöht  und  überdies  durch  die  Einführung ­
  eines  Einkommensmaximus  ergänzt  werden.  Hs
ist  nicht  einzusehen,  warum  nicht  ein  Erträgnis  von  etwa
15—20  %  für  Gesellschaften  und  ein  Einkommen  von  etwa
100.000  (oder  selbst  200.000)  Kronen  für  Einzelpersonen
als  das  Höchstmaß  dessen  gelten  könnte,  was  in  dem  für
die  wirtschaftliche  Wiedergeburt  des  Staates  maßgebenden ­
  Zeiträume  ins  Verdienen  gebracht  werden  dürfte.
Der  Mehrbetrag  hätte  dem  Staat  zuzufallen  —  vielleicht
mit  dem  besonderen  Zwecke  der  Gutmachung  der  Kriegsschäden. ­
  Die  großen  Vermögen  sollten  ihr  automatisches
Wachstum  nicht  auch  während  der  Zeit  fortsetzen,  wo
der  Staat  alles  aufbieten  muß,  um  seinen  Verbindlichkeiten
nachzukommen,  wo  der  Staat  seinen  Invaliden,  seinen
Kriegswitwen  und  -Waisen  nicht  einmal  soviel  geben
kann,  daß  sie  vor  Hunger  und  Verelendung  bewahrt  seien.

XV.
Daß  Sparsamkeit  in  jedem  Sinne  zu  den  wesentlichen
Voraussetzungen  für  die  allmählige  Wiederherstellung
unserer  Wirtschaft  gehören  wird,  ist  mehr  als  selbstverständlich; ­
  dennoch  können  einige  Bemerkungen  dazu  am
Platze  sein.
            
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