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steriellen Aeußerung erklärte an gleicher Stelle der stell
vertretende Unterstaatssekretär:
„Durch die Moselkanalisierung wird ein Eisenbahn-
„kapital von 700 Millionen brachgelegt; das ist doch
„keine Bagatelle.
Als dann im vergangenen Jahre im Preussischen Ab
geordnetenhause die Frage nochmals angeschnitten wurde,
führte Herr von Breitenbach wiederum folgendes aus:
„Nach der finanziellen Seite kann angenommen wer-
„den, daß das Unternehmen sich nicht selbst finan-
„ ziert, wenngleich auch hierbei immer noch einige
„Items sind, vielleicht sehr große Fragezeichen, da
„noch kein Mensch weiß, ob die 4 Millionen Tonnen
„Koks, die heute von der Ruhr nach dem Südwesten
„gehen, in der Tat mit Rücksicht auf die ja bekann
ten Schädigungen, die der Koks beim Umladen er
fährt, den Wasserweg aufsuchen können. Diese
„Frage ist nicht völlig geklärt.
Der Kapitalausfall von 700 Millionen Mark ist regie
rungsseitig dadurch errechnet worden, daß ein jährlicher
Nettoausfall an Eisenbahneinnahmen von 24 Millionen
Mark angenommen wurde. Man hat also eine Verzinsung
des preussischen Eisenbahnkapitals von 3,4 °/ 0 in Ansatz ge
bracht. In Wirklichkeit beträgt die Verzinsung in der
Gegenwart etwa 6 %; das ausfallende Kapital würde so
mit nur auf 400 Millionen Mark zu berechnen sein, wo
von noch überdies 100 Millionen auf die Reichslande ent
fallen würden. Dabei ist noch keineswegs berücksichtigt
worden, wieviel die voraussichtliche Verkehrsvermehrung
dem Preussischen Staate einbringen würde.
Von besonders großer Bedeutung ist die schon be
rührte Frage der Eisenerzgewinnung. Das Deutsche Reich
bezog im Jahre 1902 3,9 Millionen Tonnen fremde Eisen
erze im Werte von 69,2 Millionen Mark, im Jahre 1910