Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

Daraus  ergibt  sich:  Nach  Vornahme  von  Kompensationen  —  je  größer
die  Bank,  desto  häufiger  wird  dies  der  Fall  sein  —  werden  einige  Banken
Devisen  übrig  haben  und  den  entsprechenden  Betrag  in  der  heimischen
Währung  benötigen,  während  andere  wieder  Devisen  brauchen.  Der  Saldo
wird  „i  n  K  o  st  g  e  g  e  b  e  n"  oder  „i  n  K  o  st  g  e  n  o  m  m  e  n".  Hat  z.  B.  eine
Bank  per  Saldo  von  einer  Devise  für  einen  bestimmten  Termin  mehr  verkauft ­
  als  gekauft,  so  wird  sie  sich  für  den  Saldo  sin  runder  Summe)  durch
Kauf  per  Kasse  decken;  sie  wird  aber  weiter  eine  andere  Bank  als  Geldgeber
suchen  (sofern  sie  das  Geschäft  nicht  „in  sich  selbst"  machen  will),  die  sich
vielleicht  in  umgekehrter  Lage  befindet.  An  diese  wird  sie  die  Devise  (Währungsbetrag)
  „per  Kasse"  verkaufen  und  den  gleichen  Betrag  (oder  die  um
die  später  fälligen  Zinsen  vermehrte  Devisensumme)  „per  Termin"  zurückkaufen. ­
  Veranschaulichen  wir  uns  diesen  Vorgang  an  folgendem  Schema:

Zwecks  Begleichung  der  per  Kasse
gekauften  Deckungsdevise  wendet
sich  die  Bank  an  einen
Geldgeber

Die  Bank
verkauft
dem  Importeur
Termindevisen

Rückkauf
per  Termin

Verkauf  Deckung  durch  Verkauf
per  Termin  Kauf  per  Kasse  per  Kasse

Der  Verkauf  eines  Währungsbetrages  „per  Kasse"  s„per  sofort")  unter
gleichzeitigem  Rückkauf  „per  Termin"  (oder  Kauf  von  Devisen  „Per  Kasse"
und  gleichzeitigem  Verkauf  „per  Termin")  hat  Ähnlichkeit  mit  der
Prolongation  sSchiebung)  von  Effekten  im  Termingeschäft.  Man  nennt
diese  Geschäfte  Prolongations-,  Schiebungs°  oder  Swapgeschäfte. ­
  Das  (englische)  Wort  Swap  soder  S  w  o  p)  bedeutet  Tausch.
Es  liegen  Tauschgeschäfte  vor;  der  Devisenbetrag  wird  nach  einer  bestimmten ­
  Zeit  zum  gleichen  Kurse  oder  mit  einem  Zuschlage  zurückgegeben.  Dollar,
Pfunde  usw.  „swapen"  heißt,  sie  einem  Geldgeber  „hineingeben",  indcni
Man  sie  ihm  Per  Kasse  verkauft  und  auf  Termin  (für  einen,  zwei,  drei
Monate  usw.)  wieder  zurückkauft.  Voraussetzung  für  das  Funktionieren  des
Swapgeschäftes  ist  ein  von  staatlichen  Bindungen  freier  Geld-  und  Devisenmarkt. ­
  Infolge  der  Devisenbewirtschaftung  mit  dem  in  der  Regel  damit  im
Zusammenhange  stehenden  Verbot  des  Devisenterminhandels  ist  für  verschiedene ­
  Valuten  (auch  für  die  Reichsmark)  ein  „Swap"  nicht  mehr  möglich.
Da  die  Kurssicherung  für  den  deutschen  Exporteur  nicht  mehr  am  (

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