287
Der Einfachheit halber erfolgt die Hergäbe der Unterschrift der Kon-
fortialführerin auf sämtliche Wechsel. Würden sie pro rata der Beteili
gung erfolgen, so müßten die Abschnitte immer in Höhe der Quoten aus
geschrieben werden.
Der Gewinn des Konsortiums an diesem Geschäft besteht ledig
lich aus dem Unterschied zwischen dem Zins, den die Konsortialführerin
der Müller AG. berechnet, und dem Reichsbanksatz.
Die ^.-Bank zieht die anderen Konsortialbanken zur Mithaftung
heran, indem sie ihnen folgendes Schreiben zugehen läßt:
Von der Müller AG. wurden uns heute zum Diskont
RM 1 000 000 — per 24.10. Aussteller
eingereicht, die wir der Einfachheit halber mit unserem Giro versehen
haben. Entsprechend Ihrer Quote von 25 % haben wir Sie auf einem in
unserer Konsortial-Abteilung geführten
Wechselanteilkonto Müller AG.
mit RM 250 000.— belastet und bitten Sie, uns die Ordnungsmäßigkeit
dieser Belastung zu bestätigen.
Von dem erzielten Diskontunterschied entfallen auf Ihren Anteil
RM 950.—,
die wir Ihrem Konto bei uns gutgeschrieben haben.
Auf Grund dieses Briefes bucht die Konsortial-Abteilung der ^.-Bank:
Per 6-Bank, Wcchselanteilkonto Müller AG.
An Kreditkonsortium der Müller AG.
anteilige Haftung an den am 24. 7. diskontierten RM 1000 000.—
per 24. 10.
RM 250 000.— Wert 24. 10.
Die Buchung für die 6-Bank lautet genau so.
Die Haftung, die die Konsortialführerin selbst zu übernehmen hat,
verbucht sie:
Per Internes Wechselanteilkonto Müller AG.
An Kreditkonsortium der Müller AG.
unsere anteilige Haftung an den am 24. 7. diskontierten RM 1 000 000.—
per 24 - 10 - RM 600 000— Wert 24. 10.
Der Diskontgewinn (Differenz zwischen genommenem und ge
gebenem Zins) wird den Konsorten durch folgende Buchung gutgeschrieben: