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Aber nun erkannte ich erst meine wahre Kraft. Nach
jeder Niederlage erhob ich mich wieder, gefährlicher wie
vorher. Immer neue, schrecklichere Angriffe fand ich
heraus.
Als ich die feindlichen Richter sah, hatte ich beinahe
selbst schon jede Hoffnung auf Sieg aufgegeben. Aber
ich wollte wenigstens kämpfen, solange ich lebte, und
nur sterbend nachgeben.
Was soll ich Ihnen sagen? Nach vielen langen Jahren,
nach unsagbaren Leiden, war ich endlich — im August
1854 — dahin gelangt, dieses Ungeheuer von einem
Menschen, diesen Starrkopf vollständig zu besiegen.
Endlich hatte ich diesen vornehmen Herrn gebrochen!
Endlich hielt ich ihn unter meinen Füßen! Ich diktierte
ihm den Frieden nicht nur unter für ihn erniedrigen
den, sondern geradezu entehrenden Bedingungen. Ich
hatte endlich diese Frau aus seiner Gewalt befreit
und ihn gezwungen, ihr ein sehr großes Vermögen
abzutreten.
Hiermit hat die Gräfin kein großes Glück gehabt.
Sie verlor einen großen Teil ihres Vermögens in der
Krisis von 1857, einen andern großen Teil übergab
sie ihrem Sohn Paul, der jetzt in Paris lebt. Dessen
ungeachtet hat sie noch ein sehr großes und unabhängiges
Vermögen behalten.
Nachdem ich den Grafen gezwungen hatte, sich zu unter
werfen, erlebte ich noch die Genugtuung, zu sehen, wie
nun auch die Verwandten der Gräfin kamen, um Frieden
mit ihr zu schließen. Nachdem sie triumphiert hatte,
bot ihr nun auch die Familie, die sie zur Zeit der Gefahr
im Stich gelassen hatte, ihre Hilfe an.