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Zentralinstitut der öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und Landes
banken istdieDeutscheLandesbankenzentraleAG. in Berlin,
die ein Kapital von 5 Millionen RM besitzt. Ihre Aktionäre sind aus
schließlich öffentlich-rechtliche Kreditinstitute.
D. Girozentralen Z
In den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts setzten bei den Sparkassen
Bestrebungen ein, sich zusammenzuschließen, um dadurch stärker zu werden
und gemeinsame Interessen besser Pflegen zu können. Der Geschäftskreis
der Sparkassen weitete sich: Große Posten Kriegsanleihen wurden bei ihnen
gezeichnet, und es war zu verstehen, daß die Sparkassenkunden den Wunsch
hatten, daß „ihre" Sparkasse diese Wertpapiere ins Depot nahm. Daraus
entwickelte sich das weitere Effekten- und das Depotgeschäft. Als 1908 den
Sparkassen die passive Scheckfähigkeit verliehen war, kam ein großer Teil
des bargeldlosen Zahlungsverkehrs in ihre Hand ss. a. S. 144 ff.s.
Um sich vom Giroverkehr der Reichsbank und der Postscheckämter un
abhängig zu machen, wurden Girozentralen gegründet, die, unter
Wahrung ihrer Selbständigkeit, der Deutschen Girozentrale als
Spitzeninstitut unterstellt wurden. Alle Spar- und Girokassen unterhalten
bei ihrer zuständigen Bezirksgirozentrale Konten. Ebenso werden für alle
Bezirksgirozentralen bei der Deutschen Girozentrale Konten geführt.
Die Geschäftsfähigkeit der 19 Girozentralen beruht im wesentlichen nicht
auf dem eingezahlten Betriebskapital und der noch rückständigen Ein
zahlung, sondern auf der Haftung der Verbandsmitglieder
niit ihrem Vermögen und ihrer Steuerkraft.
Der Deutsche Sparkassenverband, der Deutsche Zentralgiroverband und
der Deutsche Verband der kommunalen Banken verbanden sich 1924 zum
Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Die Girover
bände werden zu Sparkassen - und Giroverbänden erweitert.
S. meine „Bankwrssenschaftliche Forschungen" Heft III: F. Nissen, Die
bankmäßige Betätigung der Sparkassen. Stuttgart 1926. Heft IV: G. Hart
man n , Die Entwicklung und Organisation des kommunalen Bankwesens in
Deutschland. Stuttgart 1926. S. a. die in diesen beiden Schriften angegebene
Literatur. H. I u r s ch, 10 Jahre Deutsche Kommunal-Giroorganisation.
Denkschrift. Berlin 1926. Otto S ch o e l e, Der bargeldlose Zahlungsverkehr
in Deutschland. Leipzig 1934.