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zeichen" beschränkt hatte, wurde im Frühjahr 1921 die „Neue ökonomische
Politik" („Nep") eingeschlagen: Rückkehr zur Geld wirtschaft
und zum freien Warenhandel, Anerkennung des Privateigentums. Damit
ergab sich die Notwendigkeit, eine neue Kreditorganisation zu schaffen.
So wurde durch Dekret vom 12. Oktober 1921 eine neue Staatsbank
errichtet, die im Juli 1923 den Namen Banque d’Etat de rilnion
des Eepubliques Sovietiques Socialistes erhielt. Ihre erste Aufgabe
war, die private Handelstätigkeit und die Industrie durch Kredite zu
unterstützen; später sollte sie dann den Boden für die Regulierung der
Währung vorbereiten. Ein Jahr nach ihrer Gründung schritt sie auch
zur Ausgabe von Noten, die ein Rechnungs- und Zahlungsmittel von
stabilem Wert sein sollten. Die Staatsbank ist zentrales Kreditinstitut
und Notenbank; für bestimmte Aufgaben sind Spezialbanken
unter finanzieller Beteiligung des Staates („gemischte Institute")
geschaffen worden.
War die Staatsbank bis zum Juni 1929 unmittelbar dem Volkskommissar für
Finanzen unterstellt, so gab das Statut vom 12. Juni 1929 der Bank eine gewisse
äußere Selbständigkeit und legte die Verwaltung in die Hände des aus 40 Mitgliedern
bestehenden Bankrats und des Direktoriums, das aus einem
vom Rat der Volkskommissare ernannten Präsidenten und Vizepräsidenten, sowie
7 vom Bankrat vorgeschlagenen Mitgliedern besteht, die die gesamte Tätigkeit
der Bank leiten, alle ihre Angelegenheiten regeln und ihr gesamtes Vermögen verwalten.
Dem Direktorium sind 24 Filialen untergeordnet, denen die Leitung des
gesamten unteren Filialnetzes (etwa 2600 Zweigstellen) obliegt. Das Kapital
der Bank wurde auf 400 Millionen Rubel erhöht.
Die Kreditreform, durch die der kaufmännische Kredit innerhalb Rußlands
abgeschafft wird, setzt die Art und Weise der Verrechnung aller geschäftlichen
Operationen und Leistungen fest. So soll aus dem wirtschaftlichen Verkehr
innerhalb Rußlands der Wechsel vollständig verschwinden. Im Ausland
jedoch — „S o w j e t b a n k e n" als private Institute für den Außenhandel
bestehen in Berlin, Paris und London — sollen die Sowjetorganisationen
ouch in Zukunft den Handelsgebräuchen des Weltmarktes gemäß kaufen und verkaufen,
d. h. sich des Wechsels als Kreditmittel bedienen.
Die Staatsbank der UdSSR, ist Kontrollstelle der Wirtschaftspläne,
sowie Kassen- und Verrechnungszentrum der Wirtschaft. Neben der Regelung
des Geldverkehrs ist ihre Hauptaufgabe die Gewährung kurzfristiger
Kredite an Industrie, Handel, Landwirtschaft, Verkehrsunternehmungen
usw. Für die Kreditbewilligung ist nicht so sehr niaßi
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