papieren, die auf T e rm i n (Z e i t) gehandelt werden — schließlich aber
auch für alle anderen Wertpapierbesitzer —, indem sie bei drohenden
ungünstigen Ereignissen ein Baisseengagement mit beschränktem
Risiko eingehen und dadurch einen Verlust an ihrem Wertpapierbesitz
durch einen Gewinn an einem Rückprämiengeschäft wettmachen.
Als Ersatz für die Fixgeschäfte, die größere Kapitalien erfordern und
unbegrenztes Risiko bieten, sind sie für diesenigen, die das Spekulieren
nicht lassen können, das kleinere Übel.
e) Liquidation der Zeitgeschäfte Z
Da es sehr umständlich, technisch vielleicht undurchführbar wäre, wenn
am Ultimo jeder Bankier und jede Bank die Effekten, die sie per Termin
verkauft haben, liefern und die Effekten, die sie gekauft haben, abnehmen
müßten, so sind für die Abwickelung der Effektentermingeschäfte wohldurch
dachte Einrichtungen geschaffen worden, Liquidationskassen, denen
die Banken und größeren Bankfirmen des betr. Platzes angehören.
Der frühere „Liquidations-Verein für Zeitgeschäfte
an der Berliner Fonds-Börse", befaßte sich nur mit dem
Clearing der im Lauf eines Monats getätigten Zeitgeschäfte. Die von
dem im Jahre 1925 neu errichteten Liquidationsverein für
Zeitgeschäfte an der Berliner Wertpapierbörse E. B.
errichtete Liquidationskasse AktiengesellschaftZ ist dar
über hinaus Garant für die Börsentermingeschäfte der Mitglieder.
Die Aufnahme ist schriftlich zu beantragen und setzt in der Regel die Mitglied'
schaft in Gruppe A oder B der Berliner Bedingungsgemeinschaft für den Werl'
papierverkehr oder in der Maklergemeinschaft oder die Eigenschaft als Kurs'
Makler der Berliner Börse voraus. Im Juni 1933 gehörten dem Liquidations
verein noch 247 Mitglieder an. Die für Verluste angesammelte Garantiesumme
im Betrage von 3,15 Millionen RM wurde im Juli 1933 an die Mitglieder
ausgeschüttet.
I) Auch dieser Abschnitt ist, obwohl eine Liquidation x.Zt. nicht stattfindet
aus der 27. Auslage übernommen worden.
Schrifttum: Moser, Die Lehre von den Zeitgeschäften. Berlin 1875-
F. Schmidt, Liquidation und Prolongation im Effektenhandel. 2. ■
Stuttgart 1926. H. Sommerfeld, Die Technik des börsenmäßigen Termin-
geschäfts. Berlin l923. Drucksachen der Liquidationskasse Aktiengesellschaft. Berlin192
*) im folgenden mit L.K. abgekürzt.
504