Full text: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Münzen Prägien: Joachimstaler —, Florin von Florenz (nicht 
ausgeschlossen ist jedoch, daß das Wort Florin von den Blumen, die das 
Gepräge dieser Münze zeigte, herzuleiten ist), Heller von Hallein. 
5. Gepräge: Krone (die deutschen Münzen zeigten auf der Schrift 
seite den Adler mit darüber schwebender Krone), Eagle — Adler (amerika 
nisches Zehndollarstück). 
6. Form: Groschen, abgeleitet vom mittellateinischen grosaus — dick; 
die ersten grösst waren ungewöhnlich groß. 
7. Rechnungs-, Handels- und Notmümea 
Unter Rechnungsmünzen versteht man die Rechnungs- oder 
Münzeinheit, die einem Münzsystem zugrunde liegt, ohne geprägt zu 
sein. Rechnungsgeld war das Banko-Geld der alten Girobanken (Ham- 
burger Mark Banko), ferner zählt dazu der brasilianische Real (Mehrheit 
Reis), der wegen seines geringen Wertes in Metallgeld nicht hergestellt 
werden kann. 
Handels- oder Fabrikations münzen werden ausschließlich 
für den Verkehr mit dem Auslande (Kolonien) geprägt. Sie gehören dem 
Münzfuß des Landes nicht an und sind kein gesetzliches Zahlungsmittel. 
So hatte Österreich-Ungarn als Handelsmünzen den Dukaten und den 
Maria-Theresien- oder Levantiner-Taler, Deutsch-Ostafrika die Rupie, 
Frankreich den Eiustre de commerce. 
Notmünzen wurden in Kriegszeiten in vielen europäischen Ländern 
ausgeprägt. Der Nennwert dieser Münzen, die Zwangskurs hatten, war 
wesentlich höher als ihr Metallwert. 
Über Notgeld aus neuerer Zeit s. S. 65. 
8. Außerkurssetzung von Münren 
Münzen außer Kurs setzen bedeutet, ihnen die Eigenschaft nehmen, als 
gesetzliches Zahlungsmittel zu dienen. Bei der Anordnung der Außerkurs 
setzung wird die Einlösungsfrist bestimmt. 
V. Gelbersahmittel 
Wie einst die Ausdehnung des wirtschaftlichen Verkehrs dazu führte, den 
Tausch Ware gegen Ware durch Vermittlung des Geldes zu vervollkomm 
nen, so bedurfte die hochentwickelte Volkswirtschaft eines Stellvertreters für 
das Metallgeld.
	        
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