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Verfassung von 1849 überging 1 ), im Eisenbahnwesen neben radikalen
Vorschlägen der Übernahme der Eisenbahnen auf das Reich entsprechende
Aufsichtsrechte, auch Baurechte und Bewilligung der
Eisenbahnen durch das Reich (in der Berliner Verfassung gestrichen)
4 ). Die unmittelbare Veranlassung zur Beschäftigung mit
der Eisenbahn waren die schon hervortretenden Tarifschwierigkeiten
zugunsten einzelner Plätze und namentlich der Grofsversender, der
Streit Dänemarks mit Lübeck * 2 * ) und zwischen Württemberg, Baden
und Bayern, wodurch keine Westostbahn zustande kam 8 ).
Duckwitz’s Name war ein Kompromifs 4 ), auf den die norddeutschen
bezw. nordostdeutschen Freihändler nicht reagierten. In
den unverbindlichen Zollkonferenzen der Nichtzollvereinsstaaten z.u
Hannover vom 26. Juni bis 2. Juli 1848 erklärten sich Hannover,
Oldenburg und Bremen für Differenzialzölle als Repressalie 5 ), Mecklenburg
und Lübeck erklärten, dafs sie dann als Ostseehäfen auf
Hamburg und Bremen angewiesen würden 6 * ), konform der ablehnenden
Haltung der preufsischen Ostseekommissionsplätze 1847 8 ). —
Hamburg, das auf der Konferenz durch die Gegner von Duckwitz,
Kirchenpauer und Geffken, vertreten war, lehnte ebenfalls jede
Kontrolle ab 5 ) 6 ). Bremen hatte dagegen Beziehungen mit dem inSiehe
Fufsnote *) und 2 ) auf der vorigen Seite und die offiziellen
Verhandiungsberichte der Nationalversammlung.
2 ) Vgl. die Karte: Lübecks Eisenbahnen, beantragt und abgeschlagen von
der dänischen Regierung, (Lübeck 1846).
s ) Papiere des verst. Herrn Bürgermeisters Duckwitz etc.
*) Der Reichsjustizminister von 1848, Rob ert v, Mohl schreibt Lebenserinnerungen,
II. Bd., Stuttgart und Leipzig 1902, S. 75; „Bei der ersten
Bildung des Ministeriums ward die Übertragung des Krieges an den General
von Peucker und des Handels an den Bremer Duckwitz als unvermeidlich angesehen,
obgleich beide nicht in der Versammlung safsen Jene beiden
waren nämlich Männer vom Fache und als sehr gewandte Geschäftsleiter bekannt,
überdies Peucker als Preufse sehr erwünscht, Duckwitz als einzig möglicher
Vermittler zwischen den Freihandelsleuten des Nordens und den Schutzzöllnern
des Südens angesehen.“ S. 86; „Es ist oben schon bemerkt
worden, dafs der Handelsminister Duckwitz als der notwendige Mann zur
Ordnung der neuen Zoll- und Handelsverhältnisse Deutschlands, namentlich
zur Ausgleichung der schnurstracks sich entgegenlaufenden Forderungen der
norddeutschen Freihändler und der mittel- und süddeutschen Schutzzöllner
betrachtet wurde.“ Vgl. a. d. Schreiben v. Duckwitz an Bürgermeister
Noltenius als Präsidenten des Senats, vom 7. Aug. 1848 (Br. St.-A.), abgedruckt
bei D. Ehmck, Arnold Duckwitz, Brem. Jb., XXL Bd., S. 121.
5 ) Papiere des verstorbenen Herrn Bürgermeisters Arnold Duckwitz im
Besitz von Herrn Ferd. Duckwitz in Bremen.
6 ) Die nationale Einheit Deutschlands, Vortrag, geh. i. oldenb. Gew.- u.
Handelsv., Oldenburg 1848, S. V, VI; Oldenburgs Interesse an dem von Äbg.