der Unterschied zwischen dem Bries- und Geldkurs, die „turn of the
market“, die ein Äquivalent für das Risiko ist, das der Jobber eingeht, im
allgemeinen in mäßigen Grenzen. Der Klient zahlt also außer der Courtage
an den broker Makler) auch die Marge zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis
(„Jobbers turn“). Während der broker seine feste Kundschaft
hat, für die er in a l l e n Werten Aufträge übernimmt, ist die Tätigkeit
des Jobbers auf bestimmte Papiere beschränkt.
Die in den deutschen Zeitungen gemeldeten Londoner Kurse sind in der
Regel Mittel kurse, d. h. Käufe sind ea. 3 Cents höher und Verkäufe
ca. 3 Cents niedriger ausgeführt.
Einen Kassahandel gibt es nicht. Sämtliche Geschäfte
werden „per medio“ oder „per ultimo“ abgeschlossen.
Der Devisen- und Edelmetallhandel erfolgt in der Eoyal Exchange,
jedoch nur zweimal in der Woche, am Dienstag und Donnerstag.
The 8lock Exchange Daily Official List, der auf 20 Seiten die Kurse von
etwa 5000 Wertpapieren bringt, erscheint täglich zweimal: Die erste Ausgabe
enthält die 1-Uchr-, die zweite die 3-Uhr-Kurse. Mit Ausnahme der englischen
und ausländischen Staatsanleihen und einigen Aktien (shares) erfolgt
die Notierung „per Stück". Die Kurse, zu denen tatsächlich Umsätze stattgefunden
haben, werden in der Rubrik bnsiness done aufgeführt. Die in diesem
offiziellen Kursblatt enthaltenen Kurse sind oft nicht maßgebend. Zwischen
Brief- und Geldkurs besteht mitunter eine Spannung von 5 und mehr Prozent.
Die berufsmäßige Berichter st attung ist völlig ausgeschlossen.
Die Kursmeldungen der Stock Exchange Telegraph Company sind nicht absolut
zuverlässig.
Die Abwicklung der Liquidation erstreckt sich auf 3, die der Minenwerte auf 4 Tage.
1. Tag: Festsetzung der Liquidationskurse, Prolongationen und Prämienerklärung:
2. Tag: Ausgabe der Abnahmezettel (name day oder ticket day);
3. Tag: Abrechnungstag (settling day oder pay day). Lieferung der Effekten
und Zahlung der Differenzen.
4. Die Amsterdamer Börse Z.
Zutritt zur Amsterdamer Effektenbörse haben nur Mitglieder der
„Yereeniging voor den Effectenhandel te Amsterdam“ — es sind dies
in Amsterdam ansässige Bankiers, Bankdirektoren, Effektenhändler und
i) Literatur: L. Brenninkmeyer, Die Amsterdamer Effektenbörse.
Berlin 1920.
495-