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II, 3, A. Die Leistungsfähigkeit des Individualismus
höchstens 200/g der verfügbaren Arbeitskraft zu vollständigem Lebensunterhalt
aller genügen würden?" Und die Antwort darauf
lautet eben, daß in unserer Wirtschaftsordnung und der Verteilung
des Produktionsertrages, die sie bewirke, das Hindernis für die
Entfaltung unserer Produktion auf. die an sich mögliche höhe
liege. Das ist aber überhaupt ein Thema, das in der Gegenwart
von zahlreichen Autoren, und zwar nicht nur von sozialistischen,
variiert wird. Auch bei bürgerlichen Nationalökonomen taucht nicht
selten mitten in Erörterungen über irgendwelche Spezialfragen der
Sozialpolitik die Behauptung von den Fesseln auf, welche die heutige
Wirtschaftsordnung der Entfaltung der Produktivkräfte anlege.
Die bürgerlichen Nationalökonomen, die dem Sozialismus zuneigen,
sind zwar klug genug, sich nicht durch Aufstellung phantastischer Rechnungen
ä la hertzka oder Ballod Blößen und der Rritik Punkte
zu geben, wo sie einsetzen kann, sie eignen sich aber ebenfalls mit
Vorliebe die allgemeine Behauptung von der technisch-wirtschaftlichen
Rückständigkeit der heutigen Wirtschaftsordnung an. Nach der
Auffassung des Marxismus soll ja die Fesselung der Produktivkräfte
durch die Wirtschaftsordnung sogar dereinst so unerträgliche
Formen annehmen, daß dies der Punkt fein wird, aus dem die heutige
Wirtschaftsordnung zum Untergang reif werden wird.
A. Die angebliche wirtschaftliche Rückständigkeit des
Individualismus.
was hat es nun mit dem Vorwurf der technisch-wirtschaftlichen
Rückständigkeit gegen die bestehende Wirtschaftsordnung auf sich?
wäre dieser Vorwurf begründet, dann würde er allerdings die individualistische
Gesellschaftsordnung am tiefsten treffen. Denn gerigen
Arbeitszeit für die jungen Männer im Alter von 17 bis 22 Jahren
und einer fünfjährigen Arbeitspflicht für die jungen Mädchen im Alter
von 151/2 bis 2OV2 Jahren erledigen. Vas dürfte wohl der Rekord «n
Sozialisierungsphantasterei fein, und daß es gerade ein Univerfitätsprofeh
for ist, der diesen Rekord aufstellt, gibt der Sache noch eine besondere Würze.