Die Beendigung des Wirtschaftskrieges nach den Friedensschlüssen usw. 143
fordert (Der wirtschaftliche hieben krieg 66). Die Staatsverträge, insbesondere
die Unionsverträge von Paris (1883) und Washington (1911)?
zum Schutze des gewerblichen Eigentums, sowie das Berner Übereinkommen
über das Urheberrecht (1886), revidiert in Berlin (1908) und
Bern (1917), sollten ebenso wie die Schutzverträge zwischen den einzelnen
kriegführenden Staaten wieder hergestellt werden. Die Patente
oder Benutzungsbefugnisse, die der Staat sich angeeignet, oder anderen
Personen oder sich selbst eingeräumt hat (Zwangslizenzen), seien aufzuheben
und die davon betroffenen Schutzrechte und Lizenzen wieder herzustellen;
für die tatsächliche Ausnutzung müßten den Berechtigten Gebühren
bezahlt oder die an den Staat bezahlten ausgefolgt werden. Diese
Forderungen vertrat Klein auch für den Fall, daß die Patenteingriffe
nicht als rechtswidrig, sondern als etwas der Enteignung gleiches betrachtet
würden. Die Unterbrechungen im Anmeldungsverfahren seien hinzunehraen,,
das Verfahren aber fortzusetzen oder aufzunehmen. Im übrigen wurde
allgemein eine Regelung der Priorität, namentlich auch in Rußland, die
Verfolgbarkeit der Patenteingriffe außerhalb der Kriegsverfügungen, die
nachträgliche Gebührenbezahlung für wiederhergestellte Schutzrechte und
Erleichterungen hinsichtlich des Ausübungsnachweises bei Patentverlängerungen
gefordert. Auf dem Gebiete des geistigen Urheberrechts sollte
außerdem die Hemmung der Fristen für die Ausübung des Ubersetzungsrechtes
und für die Eintragung inländischer Gewerbe in die feindlichen
Register eintreten. Für die Benutzung der Urheberrechte und der gewerblichen
Schutzrechte währen d der Kriegszeit sollte Vergütung geleistet werden.
Die Friedensverträge haben die grundsätzliche Wiederherstellung ausgesprochen,
jedoch zwei bedeutsame Ausnahmen hinzugefügt.
Die Wiederherstellung bei Urheberrechten und gewerblichen Schutzrechten,
sowie hei Konzessionen und ähnlichen Ansprüchen auf öffentlichrechtlicher
Grundlage sollte nur gewährt werden vorbehaltlich der
anläßlich der feindlichen Aufsicht, Verwahrung, Verwaltung oder Liquidation
von Vermögensgegenständen wohlerworbenen Rechte
Dritter. Dies bedeutete, daß der Rechtserwerb während des Kriegszustandes
zu Lasten des Vorberechtigten anerkannt werden sollte.
Die Wiederherstellung sollte nach den Verträgen der Mittelmächte mit
der Ukraine und Rußland (Ukr.-D. Z. Art. 9, Abs. 2; Ukr.-Ö.-U. Z. Art. 4,
Z. 4, Abs. 2; Russ.-D. Z. Art. 9, §3; Russ.-Ö.-Ü. Z. Art. 4, Z. 4, Abs. 4>
dann nicht eintreten, wenn die Konzessionen und Privilegien, sowie die
ähnlichen Ansprüche auf öffentlich-rechtlicher Grundlage, auf Grund einer,
für alle Landeseinwohner und für alle Rechte der
gleichen Art geltenden Gesetzgebung inzwischen abgeschafft oder
v om Staate oder von Gemeinden übernommen worden sind und in deren
Besitz verbleiben. So wurden z. B. nach einem Grundgesetze der ukrainischen
Volksrepublik sämtliche Privilegien abgeschafft, Konzessionen viel