— Der Suez-Kanal —
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französischem Privalbesitz befindet. Deutschland aber ist
an dem Verkehr durch den Suezkamal von 20 Mill. Reg.-
Tonnen im Jahre 1913 mit 3,4 Millionen Tonnen be
teiligt gewesen; dieser Beteiligung müßte auch ein ent
sprechender Einfluß durch Aktienbesitz zugesichert sein. Eine
Stärkung der deutschen Stellung wird aber auch hier nur
durch einen Druck aus die englische Vormacht zu erreichen
sein?)
Eine wesentliche Unterstützung der wirtschaftlichen
See>diktatur Englands bildet endlich der Besitz von Kohlen-
tz Bezüglich der Stellung Englands zur Frage des Suezkanals
ist eine Veröffentlichung im Jahrbuch 1915/16 des Norddeutschen
Lloyd (Seite 55 bis 90) von Interesse. In dieser Veröffentlichung
heißt es: „Das Schicksal des Suez-Kanals ist noch nicht entschieden,
und die Zeit, die Vorgänge am Suezkanal einwandfrei und er
schöpfend zu schildern, noch nicht gekommen. Vorab sei daher hier
nur chronologisch aufgezeichnet, was sich bisher dort während der
Kriegszeit ereignete und an Hand der Ereignisse dargelegt, W i e
England allen Vereinbarungen zum Trotz die
Wasserstraße fast ganz für sich und seine Ver
bündeten in Anspruch nahm, wie es den Kanal
nur so weit, als es seine Interessen gestatte-
ten oder erforderten, auch der neutralen Schiff
fahrt zur Verfügung stellte, wie es ihn ferner entgegen
dem Konstantinopeler Vertrage nach allen Regeln der Kriegskunst
in den Verteidigungszustand versetzte und alles tat, sich ausschließ
lich die Oberhand in der Kanalzone zu sichern." Am Schlüsse der
Betrachtung dieses Aufsatzes heißt es: „Die vorstehend geschilderten
Versuche, zu einem gültigen internationalen Übereinkommen über die
Neutralität des Suezkanals zu gelangen, lassen auf das deutlichste die
Schwierigkeiten erkennen, die sich der Erreichung dieses Zieles
nament lich durch England immer wieder entgegen-
gestellt haben. Wir haben gesehen, wie in dem Augenblicke,
als man die Neutralisierung des Suezkanals mit vieler Mühe er
reicht zu haben glaubte, wiederum England es war, das sich
eine Hintertür offen ließ, um zu ihr gelegener Zeit
daraus zu entschlüpfen und seinen eigenen Weg zu gehen; wir
haben seit dem Ausbruch des Krieges klar den Weg vor Augen,
den England verfolgt oder wenigstens zu verfolgen versucht, um den
Kanal ausschließlich in seine Gewalt zu bringen."
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