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tion möglich; ist die Herstellung eines Gleichgewichtes möglich;
welches Resultat würde im Gleichgewichtsfall eintreten und
welches bei einer negativen Beantwortung dieser Frage; wie ist
die Veränderung der Produktionsverhältnisse in beiden Fällen,
welches sind die Bewegungsgesetze in beiden Fällen usw.?
Wir haben jetzt zu gewissen Grundbegriffen der politischen
Oekonomie überzugehen, um den Grad ihrer Anwendbarkeit auf
die betrachtete Periode festzustellen. Denn „diese Ideen, diese
Kategorien sind ebensowenig ewig wie die Verhältnisse, die sie
ausdrücken. Sie sind historische, vergängliche, vorübergehende
Produkte,“*)
Die Grenzen der Anwendbarkeit dieser Kategorien werden
sofort klar, wenn wir die Grundbedingungen der Existenz der
ihnen (diesen Kategorien) entsprechenden realen Wechsclver-
hältnisse bestimmen,
Ware. Diese Kategorie unterstellt vor allem eine gesell
schaftliche Teilung der Arbeit oder ihre Zersplitterung und das
sich daraus ergebende Fehlen eines bewußten Regulators der
ökonomischen Prozesse. Im Unterschied der Gebrauchswerte
der Waren offenbart sich die gesellschaftliche Arbeitsteilung, in
ihrem Werte offenbart sich der allgemeine Arbeitszusammen
hang zwischen den Teilen des Systems, das keinen bewußten
Regulator hat. Damit irgendein Produkt oder einfach ein Gegen
stand zur Ware wird, ist ein Zustand fester gesellschaftlicher
Bindungen nicht unumgänglich notwendig. So z, B. bei den so
genannten „zufälligen“ Abmachungen, Hier werden oft die ge
sellschaftlichen Zusammenhänge zum ersten Mal festgelegt
(Uebersee-Kaufleute in seltenen Expeditionen, seltene Kolonial
*) K, Marx: „Das Elend" usw., S, 91, Dort finden wir auch eine
andere Formulierung dieses Gedankens; „Die ökonomischen Kategorien
sind nur die theoretischen Ausdrücke, die Abstraktionen der gesellschaft
lichen Produktionsverhältnisse." (Ebenda, S, 90.)