Full text : Oekonomik der Transformationsperiode

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den  anderen  durch  Kauf  und  Verkauf  ist  in  weitem  Maße  der
organisierte  Zusammenhang  getreten  durch  ,,Kontroll-Pakete“
von  Aktien,  durch  „Beteiligung“  und  „Finanzierung",  die  ihren
persönlichen  Ausdruck  finden  in  den  gemeinsamen  „Dirigenten“
der  Banken  und  der  Industrie,  sowie  der  Konzerne  und  Trusts.
Dadurch  wird  das  Austauschverhältnis,  das  die  gesellschaftliche
Arbeitsteilung  und  die  Spaltung  der  gesellschaftlich  produzierenden ­
  Organisation  in  selbständige  kapitalistische  „Unternehmen“
ausdrückt,  ersetzt  durch  eine  technische  Arbeitsteilung  innerhalb
der  organisierten  „Volkswirtschaft“.
Die  Zersplitterung  der  kapitalistischen  Produktion,  ihr
anarchischer  Zustand  greift  jedoch  weit  über  die  Grenzen  der
gesellschaftlichen  Arbeitsteilung  hinaus.  Unter  Arbeitsteilung
verstand  man  stets  die  Teilung  der  Gesamtarbeit  in  verschiedene
„Arbeiten“.*)  Speziell  unter  gesellschaftlicher  Arbeitsteilung
verstand  und  versteht  man  die  Verteilung  der  Arbeit  unter  die
einzelnen  Unternehmen.  Die  kapitalistischen  Unternehmen,  die
„unabhängig“  voneinander  sind,  sind  dennoch  aufeinander  angewiesen, ­
  denn  der  eine  Produktionszweig  liefert  Rohmaterial,
Hilfsmittel  usw,  für  den  anderen.
*)  Die  Frage  der  Arbeitsteilung  ist  verhältnismäßig  wenig  erforscht,
aber  bezüglich  des  verschiedenen  Arbeitscharakters  herrscht  völlige  Einstimmigkeit. ­
  Vergl.  William  Petty;  „The  economic  writing^  v.  I,  „Political  Arithmetic"
  S.  260ff;  ders.:  „Another  Essay  in  Polit.  Arithm.  (Band  II.  der  Werke,
S.  473  ff.);  A,  Smith:  „An  inquiry  into  the  nature“,  book  I.  ch,  I,  („The  Separation ­
  of  different  trades  and  employraents  from  one  another").  Marx:
„Kapital"  Band  Lj  ebenso  neuere  Schriftsteller,  Vergl.  Gustav  Schmoller:
„Die  Tatsachen  der  Arbeitsteilung"  Jahrbücher,  1889;  derselbe;  „Das  Wesen
der  Arbeitsteilung  und  der  sozialen  Klassenbildung"  Jahrbücher,  1890;  Emile
Dürkheim;  „De  la  division  du  travail  social",  Paris,  1893  (eine  in  ihrer  Art
einzig  dastehende  Arbeit,  die  speziell  dieser  Frage  gewidmet  ist);  J.  B.  Clark:
„The  Distribution  of  Wealth“  N—Y.  1908,  S,  11—12;  J.  Fisher:  „Elementary
principles  of  economics“  N—Y.  1912,  S.  193;  F.  Oppenheimer  („Theorie  der
reinen  und  politischen  Oekonomic“)  glaubt  originell  zu  sein,  wenn  er  eine'
Arbeitsteilung  .  .  .  zwischen  dem  Arbeiter  und  der  Maschine  einführtl  (Seite
115  ff.)  Interessant  sind  die  Klassifikationen  Lexis’  in:  „Allgemeine  Volkswirtschaftslehre," ­

            
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