Full text : Oekonomik der Transformationsperiode

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Arbeit  als  eine  vom  wirtschaftlichen  Standpunkt  aus  unproduktive ­
  Arbeit  zu  bezeichnen.  Was  heißt  dies?  Die  spezifische  Bedeutung ­
  dieser  Arbeit  geht  klar  hervor,  wenn  wir  ihren  Einfluß
auf  die  Reproduktionsbedingungen  untersuchen.  Im  „normalen"
Produktionsprozeß  werden  Produktionsmittel  und  Konsumtionsmittel
  geschaffen.  Das  sind  die  zwei  wichtigsten  Gebiete  der
ganzen  Wirtschaft.  Es  ist  klar,  daß  die  Produktionsmittel  jedesmal ­
  dem  System  der  gesellschaftlichen  Arbeit  einverleibt
werden.  Deren  Produktion  ist  eine  Bedingung  für  die  Reproduktion. ­
  Genau  so  verhält  es  sich  im  großen  und  ganzen  mit
der  Produktion  der  Konsumtionsmittel,  Diese  Konsumtionsmittel
verschwinden  keineswegs  spurlos  für  die  weiteren  Kreisläufe  des
Produktionsprozesses.  Denn  der  Konsumtionsprozeß  ist  im  Grunde
genommen  ein  eigentümlicher  Prozeß  der  Produktion  von
Arbeitskraft.  Die  Arbeitskraft  aber  ist  eine  ebenso  notwendige
Bedingung  für  den  Reproduktionsprozeß,  Folglich  liefert  sowohl
die  Produktion  von  Konsumtionsmitteln  als  auch  die  Produktion
von  Produktionsmitteln  Produkte,  die  die  notwendige  Bedingung
des  Reproduktionsprozesses  bilden,  ohne  die  der  letztere  nicht
stattfinden  kann.  Eine  ganz  andere  Bedeutung  hat  die  Kriegsproduktion: ­
  eine  Kanone  verwandelt  sich  nicht  in  ein  Element
des  neuen  Produktionskreislaufes;  das  Pulver  wird  in  die  Luft
verschossen  und  erscheint  keineswegs  in  einer  neuen  Sachhülle
im  darauf  folgenden  Kreislauf,  Im  Gegenteil.  Der  wirtschaftliche ­
  Effekt  dieser  Elemente  in  actu  ist  eine  rein  negative  Größe,
Doch  soll  man  nicht  glauben,  daß  die  wirtschaftliche  Bedeutung
hier  unbedingt  mit  einer  bestimmten  Art  des  Gebrauchswertes
und  der  Sachform  des  Produktes  verbunden  ist.  Wir  können  die
Konsumtionsmittel  betrachten,  mit  denen  die  Armee  versorgt  wird.
Auch  hier  nehmen  wir  dasselbe  wahr.  Die  Konsumtionsmittel
schaffen  hier  nicht  Arbeitskräfte,  denn  die  Soldaten  figurieren
nicht  im  Produktionsprozeß;  sie  sind  aus  ihm  ausgeschaltet,  sie
            
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