fullscreen: John Pierpont Morgan, der Weltbankier

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listen scheint er seine riesigen Werke ohne Karte oder 
Fahrplan ins Leben gesetzt zu haben, wenigstens ohne 
schriftlich niedergelegte Pläne. Seine Geschäfts- 
freunde sagten, er handele instinktiv, und sie drückten 
stets ihre Bewunderung für seine Fähigkeit der un- 
mittelbarzn Entscheidung auch in den verwickelisien 
Angelegenheiten aus. Morgan wußte stets genau, was 
er wollte, seine geistige Tätigkeit verlief reibungslos. 
So fühlte und wußte er, daß Wettbewerb Verschwen- 
dung, ja blutigster Krieg ist, daß Wirtschaftler nicht 
nur sich selbst, sondern auch die materiellen Güter 
der Welt vernichten, wenn sie Kapital als Pulver und 
Blei gebrauchen, lange bevor die Wirtschaftswissen- 
schaftler diese Weisheit entdeckten, Morgan wußte 
das aus praktischen Erfahrungen, denn sein eigenes 
Geld — er hatte 10 Millionen von seinem Vater ge- 
erbt — und das ihm in seiner Eigenschaft als Bankier 
anvertraute verschwand gelegentlich auf solche Weise. 
Daher war Morgan in einem praktischen Fall niemals 
im Zweifel, was er tun sollte. Denn es handelte sich 
immer im Grunde genommen um die Entscheidung, 
etwas zu tun, was den Wert einer Kapitalsanlage ver- 
minderte, oder etwas, was ihn erhöhte und gleichzeitig 
die Anlage zu einer dauernden machte. 
So selten er es auch direkt gesagt hat, so gewiß 
hat er das Prinzip vertreten, daß das Kapital sich stets 
organisieren und innere Reibungsflächen, Verschwen- 
dung und Kriege zwischen seinen einzelnen Abtei- 
lungen ausschalten muß, Er war der große Fort- 
schrittler unter den Kapitalisten und verwirklichte 
seine Pläne ohne vieles Reden, aber durch desto ein- 
drucksvolleres Handeln, Ob er allerdings fortschritt- 
lich gesinnt im 'umfassendsten Sinne dieses Wortes 
war, hängt davon ab, ob man die Entwicklung der 
Vereinigten Staaten während der Zeit seiner Tätig- 
TIKQ
	        
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