Full text: Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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III. HAUPTTEIL. 
mit Sitz in Berlin erwähnt werden. Der Mängel, unter 
dem die Vertriebenen an allem Notwendigen litten, an 
Kleidung, Wäsche, Bettzeug, Hausrat und Werkzeug zur 
Ausführung jeglichen Berufes, brachte einige vertriebene 
elsaß-lothringische; Kaufleute auf den Gedanken, zur Nutz 
barmachung des zum Verkauf stehenden Heeresgutes für 
die Vertriebenen eine Ein- und Verkaufsgesellschaft zu 
gründen. Der Hilfsbund und die Ministerialabteilung ge 
währten ihre Unterstützung, und so konnte der Plan aus 
geführt werden. Diese Gesellschaft, die als Privatgesell 
schaft nach rein kaufmännischen Gesichtspunkten geleitet 
wird, kann doch als eine gemeinnützige bezeichnet werden,, 
da sie nur an Flüchtlinge aus Elsaß-Lothringen ihre Waren 
verkauft und dabei außer einer niedrigen Verzinsung ihres 
Kapitals auf jeden Gewinn verzichtet, ohne daß dies 
allerdings statutarisch festgelegt wäre. 
Wenn von diesen Vereinigungen Genossenschaften und 
Gesellschaften als selbständigen Hilfsunternehmungen ge 
sprochen wird, so soll damit nur ihre eigene juristische 
Persönlichkeit und ihre von den anderen Verbänden un 
abhängige Stellung hervorgehoben werden. Abgesehen vom 
Beamtenbund, stehen sie in mehr oder weniger enger Ver 
bindung zu dem Hilfsbund. Die Berufsvereinigungen fühlen 
sich geradezu als Arbeitsgemeinschaften des Hilfsbundes, 
und die Siedelungsunternehmen sind sozusagen ausführende 
Organe des Hilfsbundes in einer Aufgabe, die dieser als 
eine der wichtigsten verfolgt. Die Zentralsiedelungsgesell- 
schaft „Neue Heimat“ und die Ein- und Verkaufsgesell 
schaft haben ihre Büros in einem Gebäude mit dem Hilfs 
bund in Berlin. Bei der Gründung beider Unternehmungen 
ist der Hilfsbund stark beteiligt, und Vorstandsmitglieder 
des Hilfsbundes sind im Vorstand und Aufsichtsrat der 
beiden Gesellschaften vertreten. So ist der Unterschied 
zwischen diesen selbständigen Unternehmungen und den 
vom Hilfsbund sowie vom Roten -Kreuz im Verfolg ihrer 
Ziele gegründeten besonderen Abteilungen zur Durchfüh 
rung von Spezialaufgaben mehr ein formell rechtlicher 
als ein tatsächlicher, so daß diesen letzteren im Rahmen
	        
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