20
Perioden
Bardeckung 1
der Reichs
banknoten
der Privat
banknoten
%
Metalldeckung
der Reichs-
banknoten
%
der Privat
banknoten
«/o
1876-80
1881-85
1886—90
1891-95
1896
1897
83,0
81.4
88.5
93,7
85.4
83.4
56,5
52,2
52.4
56,1
54.5
58.6
75.2
75,7
85.2
90,4
82.3
80.3
48.2
43.3
42.8
45,2
45,2
44.9
Während die Deckung des Notenumlaufs der Reichsbank Zahlen
aufweist, welche durchaus befriedigend sind und eine prompte Noten
einlösung für jede Zeit gewährleisten, ist das Deckungsverhältnis bei
den Privatnotenbanken ein derartiges, daß sie in kritischen Zeiten
aus eigner Kraft wohl kaum den Ansprüchen ans Einlösung ihrer
Noten gerecht werden könnten. Jedenfalls wäre ihnen die ausgiebige
Steigerung des ungedeckten Notenumlaufs, durch welche allein der
in solchen Zeiten stark vermehrte Begehr nach Zahlungsmitteln be
friedigt werden kann, schon in Rücksicht auf die nicht allztl ferne Grenze
der Drittelsdeckung, unter welche die Notenbanken bei Strafe des
Verlustes ihres Notenrechtes nicht herabgehen dürfen, gänzlich un
möglich gemacht.
Auch wenn man an Stelle der Deckung des Notenumlaufs die
Deckung der sämtlichen täglich fälligen Verbindlichkeiten (Noten und
fremde Gelder ohne Kündigungsfrist) ins Auge faßt, sieht man das
selbe Bild. In den letzten fünf Jahren gestaltete sich das Verhältnis
folgendermaßen:
Jahre
1893
1894
1895
1896
1897
Deckung der sämtlichen täglich fälligen
Verbindlichkeiten durch Metall
bei der
Reichsbank
o/o
58,56
62,59
63,43
56,90
56,00
bei den
Privatnotenbanken
o/o
37,74
37.04
35,94
85,93
36,06
1 Deckung durch Metall, Reichskassenscheine und Noten anderer Banken
(§ 9 des Bankgesetzes), welche der Berechnung der Notensteuer zu Grunde ge
legt wird.