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III. HÄUBTT-EIL.
der größeren Bundesstaaten ein Rundschreiben mit der
Bitte um Unterstützung der Arbeitsvermittlung für die
vertriebenen Elsaß-Lothringer durch Anweisung an die
Arbeitsämter, ihre Listen der offenen Stellen regelmäßig
der Eeichszentralstelle zugehen zu lassen. Sämtliche Zentralarbeitsnachweisstellen
sandten von da an das erforderliche
Material regelmäßig zu.
Aber auf diese Weise einen Arbeitsnachweis zu schaffen,
durch welchen jedem Elüchtling, oder doch der Mehrzahl
von ihnen, bei seiner Übernahme diesseits des Rheins
sofort eine neue Existenz hätte nachgewiesen werden können,
war unmöglich. Erstens waren alle diese Arbeitsämter,
mit denen sich die Reichszentralstelle in Verbindung
setzte, gerade in jener Zeit mit den schwierigsten
Aufgaben belastet. Es galt, alle durch die Demobilmachung
frei werdenden Arbeitskräfte während der gleichzeitigen
Umstellung der Kriegsindustrie auf die Friedenswirtschaft
unterzubringen. So war von dieser Seite kein rascher ausreichender
Arbeitsnachweis zu erwarten. Zweitens war
mit der Vermittlung von Arbeit die Existenz des Flüchtlings
nicht neu gegründet. Wenn er mit seiner Familie
an den Ort, wo ihm Arbeit nachgewiesen war, kam, fand
er dort keine Wohnung und konnte infolgedessen die
Arbeit nicht annehmen.
Vor allem aber war es ganz unmöglich, daß an Tagen,
an denen Hunderte von Vertriebenen bei den Übernahmestellen
eintraten, sofort passende Arbeit für alle nachgewiesen
werden konnte. Im Laufe von Wochen wäre
dies vielleicht möglich gewesen, aber die Übernahmestellen
waren nur darauf eingerichtet, einige Hundert Flüchtlinge
vorübergehend unterzubringen, sie mit dem Allernotwendigsten
zu versehen und sofort weiterzuleiten, um
Platz für neueintr eff ende Flüchtlinge zu schaffen.
Zu einer zentralen Arbeitsnachweisstelle für alle
Flüchtlinge hätte ein großes Sammellager gehört, in dem
alle Vertriebenen, die nicht in der Lage waren, sich selbst
Wohnung und Arbeit zu verschaffen, so lange ein Unter-