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Arbeitswerttheorie erklärt diese Erscheinungen als soziale Kategorien.
Nur die Untersuchung über die volkswirtschaftliche Entwicklung
im ganzen und die Verteilung der Produktivkräfte kann
uns diese Erscheinungen beleuchten, den Zusammenhang zwischen
der Privat- und der gesellschaftlichen Wirtschaft aufdecken, die
Bedeutung der Arbeitswerttheorie wie der Theorie des Grenznutzens
usw. erklären.
II.
Die Änderung der Wirtschaftssysteme im Zusammenhang mit
der Tatsache des abnehmenden Bodenertrages zieht sich durch
die ganze Geschichte der Menschheit hindurch. Wie wir gesehen
haben, hängt die Produktivität der landwirtschaftlichen Arbeit bei
der kapitalistischen Produktionsweise von dem Grad der Bevölkerungsdichte
und dem Wirtschaftssystem ab. Wir haben oben schon
gesagt, daß trotz dem Sinken der Produktivität bei sukzessiven Aufwänden
diese P r o d u k t i v i t ät im Prozesse der wirtschaftlichen
Entwicklung dank dem Fortschritte
der Arbeitstechnik steigt. Malthus, der das Gegenteil behauptet,
irrte sich deshalb. Er und seine Anhänger kommen daher
zu pessimistischen Schlußfolgerungen in bezug auf die Zukunft
der menschlichen Gesellschaft, die sich angeblich zu rasch
entwickelt. Dagegen folgt aus unseren Ausführungen nur, daß
sich die Produktivkräfte über die ganze Erdkugel zerstreuen müssen,
um den Boden extensiv auszunutzen. Mit der unumgänglichen
Intensivierung der Wirtschaft wird die Arbeitsproduktivität
dennoch nicht sinken, wenn die Technik aufgebessert
und die sozialen Verhältnisse geändert werden. Und dies ist ebenfalls
unumgänglich.
Das Sinken der Arbeitsproduktivität bei sukzessiven Aufwänden
wird durch alle Tatsachen der Wirtschaftsorganisation
der Welt bewiesen, sowie durch das Bestreben der Bevölkerung,
ihr Territorium auszudehnen. Es bildete die Bedingung
der wirtschaftlichen Tätigkeit; es ermöglichte den herrschenden
Klassen, die Volksmasse unter Umständen (mit der Zunahme
der Bevölkerung) auszubeuten. Der Übergang zur Drei-