Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

WANDEEÜNGSVERLAUF  UND  GETKOFFENE  MASSNÄHMEN.  107}
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über  die  in  Elsaß-Lothringen  gezählten  Staatsangehörigerider ­
  übrigen  deutschen  Bundesstaaten  aus  dem  Jahre  1910
finden.  Nach  dieser  Statistik  waren  im  Jahre  1910  in
Elsaß-Lothringen  Staatsangehörige  der  deutschen  Bundesstaaten ­

  ortsanwesend:
Preußen  174  468
Bayern  42  013
Sachsen  8  624
Württemberg  16  702
Baden  39  495
Hessen  4  742
Übriges  Deutschland  9  492

Summa  295  436
Daß  dieses  Verhältnis  der  Staatsangehörigen  der  Altdeutschen ­
  in  Elsaß-Lothringen  vor  dem  Kriege  unter  den  vertriebenen ­
  Elsaß-Lothringern  ein  entsprechendes  sein  dürfte,
liegt  auf  der  Hand.  Man  könnte  vielleicht  annehmen,  daß
die  Spannung,  die  zwischen  gewissen  Kreisen  der  einheimischen ­
  Bevölkerung  Elsaß-Lothringens  und  den  Norddeutschen ­
  bestand,  eine  größere  war,  als  zwischen  den
Einheimischen  und  den  dem  elsaß-lothringischen  Wesen
viel  näher  stehenden  Süddeutschen,  und  daß  infolgedessen
eine  erhöhte  Ausweisung  von  Norddeutschen  erfolgt  wäre.
Aber  dieEranzosen  zum  mindesten  kümmerten  solche  Unterschiede ­
  bei  ihrer  Bekämpfung  alles  deutschen  Einflusses
nicht.  Es  zeigt  sich  dies  deutlich  in  einer  Staatsangehörigkeitsstatistik, ­
  welche  die  Eeichszentralstelle  in  Freiburg
seit  Juni  1919  über  die  Vertriebenen  geführt  hat.  In
dieser  Statistik  sind  bis  August  1920  63328  Vertriebene
erfaßt  worden.  Von  diesen  haben  die  Staatsangehörigkeit
des  Bundesstaates:

Preußen

36  219

Bayern

8995

Sachsen

2133

Württemberg

3  559

Baden

8  068

Hessen

1459

Elsaß-Lothringen

1779

62  212

Übriges  Deutschland

1116

Summa  63  328
            
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