Full text: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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Textilindustrie Frankreichs. 
Wolle. Die Ausfuhr an Halbfabrikaten von 177,4 Mill. Mark ist in Frank 
reich eine sehr hohe, da sich diese Industrie namentlich von 1900 ab in 
sehr starker Weise entwickelt hat. Es wurden ausgeführt: Kammzug roh für 
94,9 Mill. Mark, Kamm- und Streichgarne für 81,2 Milk Mark. Frankreichs Aus 
fuhr konkurriert auch hier, ebenso wie bei den rohen Baumwollgeweben, gegen 
die gleichartige Ausfuhr Englands. 
Seide. Am bedeutendsten ist die Ausfuhr an gezwirnter Seide im Werte 
von 39,3 Mill. Mark, die hauptsächlich nach der Schweiz geht. Die Ausfuhr an 
Florett- und Bourettegarnen im Werte von 12,0 Mill. Mark wird nach fast allen 
europäischen Seidenländern geliefert. 
Leinen. Die Ausfuhr an Leinengarnen mit 34,2 Mill. Mark ist sehr 
beträchtlich und geht vornehmlich nach Belgien. Dieser Industriezweig hat sich 
erst in den letzten Jahren stark entwickelt. 
F ertigwar en. 
In der Baumwoll-, Woll- und Seidenindustrie hält sich die Einfuhr an 
Fertigwaren annähernd auf gleicher Höhe wie in Deutschland. 
Dagegen ist die Ausfuhr an Fertigwaren in der Baumwoll- und Woll 
industrie 'wesentlich niedriger als die deutsche, während in der Seiden- und 
Konfektionsindustrie die Ausfuhr Frankreichs höher ist. Die genaueren Einzel 
heiten sind bei den Abschnitten über die Entwickelung der verschiedenen 
Industriezweige zu ersehen. 
Die Produktion der Textilindustrie Frankreichs im Jahre 1913. 
Wie aus den später folgenden Aufstellungen zu ersehen ist, beträgt der 
ungefähre Produktionswert: 
Mill. Mark 
Anteil Frankreichs 
am Produktionswert 
aller europäischen Staaten 
Proz. 
Baumwollindustrie 
1 233,7 
10 
Woll- und Halbwollindustrie 
1 274,9 
15,7 
Seiden- und Halbseidenindustrie 
652,0 
32,9 
Leinenindustric 
307,9 
16,9 
Juteindustrie 
110,0 
16,6 
Kunstseidenindustrie 1 ) 
28,5 
21,1 
Konfektionsindustrie, ähnlich wie im gleichen Falle 
bei Deutschland, dem Ausfuhrwert von 244,1 Mill. 
Mark entsprechend berechnet 
366,0 
29,1 
3 973,0 
15,2 
9 Siehe S. 18.
	        
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