Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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III.  HAUPTTEIL.

und  Wohngelegenheit  gefunden  hatten  —  in  der  Organisation ­
  des  Roten  Kreuzes.
Aufgabe  der  Selbsthilfeorganisationen  der  Flüchtlinge
mußte  es  nun  vor  allem  sein,  die  Interessen  der  einzelnen
Vertriebenen  gegenüber  dem  Roten  Kreuz  und  den  die  Fürsorge ­
  durchführenden  Stellen  zu  vertreten.  Wir  haben  gesehen, ­
  daß  sich  zwei  größere  Organisationen  der  Flüchtlinge
bereits  im  Dezember  1918  gebildet  hatten:  der  „Hilfsbund
für  die  Elsaß-Lothringer  im  Reich“  mit  Sitz  in  Berlin,  und
der  „Ausschuß  vertriebener  Elsaß-Lothringer“  mit  Sitz
in  Freiburg.  Beide  Vereinigungen  hatten  sich  in  den  Monaten ­
  Januar  und  Februar  1919  weiter  ausgebaut.  An
verschiedenen  Orten  Deutschlands  schlossen  sich  die  elsaßlothringischen ­
  Flüchtlinge  zusammen  und  erklärten  teils
dem  Hilfsbund,  teils  dem  Freiburger  Ausschuß  ihren  Beitritt ­
  als  Ortsgruppen.  Der  Gedanke,  daß  nur  einheitliches
geschlossenes  Vorgehen  aller  Vertriebenen  Erfolg  haben
könne,  führte  am  22.  Februar  1919  zur  Umwandlung  des
Freiburger  Ausschusses  in  die  Landesgruppe  Baden  des
Hilfsbundes  für  die  Elsaß-Lothringer  im  Reich.  Eine  einheitliche ­
  Interessenvertretung  aller  Flüchtlinge  wurde  dadurch ­
  gewährleistet.  Durch  Überweisung  größerer  Mittel
von  seiten  des  Reiches  und  des  Roten  Kreuzes  war  der
Hilfsbund  in  der  Lage,  seine  Organisation  weiter  auszubauen, ­
  die  Fürsorge  des  Eoten  Kreuzes  durch  seine  Ortsgruppen ­
  zu  ergänzen  und  neue  Aufgaben  anzufassen.  Das
Organ  des  Freiburger  Ausschusses  wurde  in  erweitertem
Umfang  als  Wochenzeitschrift  zum  Organ  des  Hilfsbundes:
umgewandelt.
So  bestanden  Ende  Februar  1919  vier  große  Organisationen ­
  im  Dienste  der  elsaß-lothringischen  Flüchtlinge,
darunter  zwei  Reichsstellen:
1)  die  Zentralstelle  für  elsaß-lothringische  Beamte  und
Ruhegehaltsempfänger  im  Reichsministerium  des  Innern,
2)  die  Reichszentralstelle  in  Freiburg  mit  den  fünf
Übernahmestellen  Offenburg,  Rastatt,  Weil-Leopoldshöhe,
Breisach,  Müllheim,
            
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