Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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XII.  ÖAUPTTEIL.

vor  allem  darauf  an,  die  Anerkennung  ihres  Rechtes  auf
eine  Wiederanstellung  durchzudrücken,  den  Arbeitern  auf
Vermittlung  von  Arbeit  und  Wohnung,  den  freien  Berufen ­
  auf  Ersatz  der  verlorenen  Praxis,  den  Kaufleuten
auf  Entschädigung  ihres  verlorenen  Geschäftes  und  den
Kapitalbesitzern  auf  Entschädigung  der  zurückgelassenen
Werte.  So  war  es  ganz  natürlich,  daß  sich  eine  gelwisse
Trennung  nach  Berufen  unter  den  Vertriebenen  vollzog.
Im  April  1919  wurde  in  Berlin  ein  „Bund  der  vertriebenen ­
  elsaß-lothringischen  mittleren  und  unteren  Landesbeamten, ­
  Landesversicherungs-,  Bezirks-  und  Gemeindebeamten, ­
  Lehrer  und  Lehrerinnen“  gegründet,  dem  nach
kurzer  Zeit  auch  die  oberen  Beamten  beitraten.  Der  Bund
schloß  sich  alsbald  dem  deutschen  Beamtenbund  an,  durch
dessen  Verlag  „Die  Gemeinschaft“  monatlich  zweimal  als
Mitteilungsblatt  für  den  Bund  der  elsaß-lothringischen  Beamten ­
  erscheint.  Dieser  Beamtenbund  hat  die  Fühlung
mit  dem  Hilfsbund  für  die  Elsaß-Lothringer  im  Reich
nicht  verloren.  Die  meisten  Mitglieder  des  Beamtenbundes
sind  auch  Mitglieder  des  Hilfsbundes,  und  somit  ist  die
Einheitsfront  aller  Vertriebenen  nicht  zerstört,  wenn  auch
im  übrigen  keine  Verbindung  der  beiden  Organisationen
besteht.
In  viel  stärkerer  Anlehnung  an  den  Hilfsbund  erfolgte ­
  die  weitere  Gliederung  der  Vertriebenen  nach  ihren
Berufen  unter  den  Nichtbeamten.
Schon  im  Sommer  1919  hatte  man  innerhalb  der  Ortsgruppen ­
  des  Hilfsbundes  besondere  Berufsgemeinschaften
bilden  wollen,  um  auf  diese  Weise  im  Rahmen  des  Hilfsbundes ­
  die  nötigen  Mittelpunkte  für  die  als  wichtig  erkannte ­
  Arbeit  der  einzelnen  Berufsgruppen  zu  schaffen.
Infolge  von  Reibungen  kam  dieser  Plan  nicht  zur  Durchführung, ­
  und  es  wurden  nun  verschiedene  berufliche  Vereinigungen ­
  außerhalb  der  Organisation  des  Hilfsbundes
gegründet,  ohne  daß  sie  jedoch  den  Zusammenhang  mit
diesen  verloren  hätten.  So  wurden  in  der  Folgezeit  gegründet: ­
  am  19.  September  1919  ein  „Schutzverband  der
aus  Elsaß-Lothringen  verdrängten  Handel-  und  Gewerbe ­
            
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