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Die Gesamtwirtschaft.
eines der vielen Hilfsmittel, keineswegs aber das wichtigste und niemals Ursache
und Zweck eines Staates.
3. Die nationalsozialistische Wirtschaft. Der in Deutschland mit großer Kraft
zum Durchbruch gekommene Nationalsozialismus ist eine politische Bewegung.
Geboren aus der Bedrückung durch äußere Feinde und aus der Entartung des
Parlamentarismus will die NSDAP, eine Erneuerung der Volksgemeinschaft herbeiführen.
Hier sind die Ziele; Wiederzurückführung des Volkes auf seine ursprünglichen
Kräfte der Rasse und des Bodens, Wiedergewinnung der Wehrhaftigkeit
des Volkes, Wiederaufrichtung sittlicher Leitgedanken der Ehre, Freiheit
und Vaterlandshebe und nicht zuletzt; Überwindung des Klassenkampfes durch
Bildung einer alles umfassenden deutschen Volksgemeinschaft. Als nächste Ziele
gelten ferner die Beseitigung der alles zermürbenden Arbeitslosigkeit durchWiederbesetzung
alter und Schaffung neuer Arbeitsplätze sowie die Wiedergesundmachung
und Kräftigung des notleidenden Bauernstandes. So machen sich die
Lebensäußerungen des Nationalsozialismus zunächst und in erster Linie auf politischem
Gebiet bemerkbar: Aufhebung des Parlamentarismus, Eingliederung
der Partei in die Regierung, Beseitigung der Länderhoheiten, Wiederherstellung
des Berufsbeamtentums und nach außen: Kampf gegen die Schuldlüge, Befreiung
von den Fesseln des Versailler Vertrages und Gleichberechtigung unter den
Völkern.
Für die Umgestaltung der Wirtschaft und ihre Eingliederung in die Ziele der
nationalsozialistischen Politik sieht das Arbeitsprogramm der NSDAP, die folgenden
hauptsächlichsten Aufgaben vor;
1. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft;
2. Verstaatlichung aller vergesellschafteten Betriebe;
3. Gewinnbeteiligung an Großbanken;
4. Schaffung und Erhaltung eines gesunden Mittelstandes, sofortige Kommunalisierung
der großen Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende;
5. Abschaffung des Bodenzinses, Verhinderung jeder Bodenspekulation, ferner die unentgeldliche
Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. (Diese letzte Forderung richtet
sich nach der Auslegung Adolf Hitlers vom 13. April 1928 auf die Möglichkeit der
Enteignung unrechtmäßig erworbenen oder nicht nach den Gesichtspunkten des Volkswohls
verwalteten Bodens, in erster Linie gegen die jüdischen Grundspekulationsgesellschaften.)
6. Großzügiger Ausbau der Altersversorgung.
Bei dem Versuche der Verwirklichung dieser Leitsätze stellte sich heraus,
daß im Bereiche der Wirtschaft die Dinge nicht immer so einfach liegen,
als daß es möglich wäre, die Umgestaltungen sofort und in vollem Umfange
durchzuführen. Zudem entstand die Gefahr, daß sich das Übel, unter dem
das Volk besonders stark zu leiden hatte: die große Arbeitslosigkeit leicht
weiter verschlimmern konnte, wenn diese oder jene Maßnahme nicht zum Erfolge
führte. Das Merkmal einer jeden echten Revolution ist die instinktiv empfundene
und gewollte Aufstellung neuer Ziele, die bewußte Vernachlässigung des Gewordenen
und der plötzliche Übergang zu neuen Anschauungen. Diese Merkmale einer
Revolution hat der Nationalsozialismus mit erstaunlicher Tatkraft und großen
Erfolgen auf den meisten Gebieten des menschlichen Gemeinschaftslebens durchgeführt,
insbesondere, wie bereits angedeutet, auf dem Gebiete der Politik. Die
Frage war und ist: ob solche revolutionären Zielsetzungen und Handlungen auch
auf dem Gebiete der Wirtschaft erforderlich und möglich sind.
Die erste Frage: ob erforderlich, ist dahin zu beantworten, daß klar zutage getreten
war, daß sich die Wirtschaft in ihrer bisherigen Gestalt und ihrem Vollzug
nicht fähig gezeigt hatte, von sich aus eine Wendung zum Besseren, d. h. eine Beseitigung
der Arbeitslosigkeit herbeizuführen. So unbestritten es ist, daß der Kapitalismus
bei wachsender Bevölkerung und Ausdehnung der Gesamtwirtschaft
beachtenswerte Höchstleistungen zutage gefördert hat, ebenso sicher hat sich er