Das Schrifttum.
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rieht an Handelsschulen und zum Selbstunterricht, die teilweise recht brauchbare
Zusammenfassungen gehen.
Über die vorliegende: Allgemeine Lehre vom Wirtschaftshetrieh ist das
Erforderliche oben gesagt worden: sie will die Mannigfaltigkeit und Vielgestaltigkeit
der Wirtschaftsbetriebe sowie deren Zusammenhang mit der Gesamtwirtschaft
erfassen (l.Buch); sie will ferner ein geschlossenes Bild von dem Aufbau,
Leben und Zielsetzungen des Wirtschaftsbetriebes geben, wobei aus wissenschaftlich-lehrmäßigen
Gründen einmal der Wirtschaftsbetrieb als Wirtschaft (2. Buch),
das andere Mal der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (3. Buch) behandelt wird.
Als ganz anders geartet sind die Sammelbände und Wörterbücher zu nennen,
welche den gesamten betriebswirtschaftbchen Stoff in mehr oder minder zusammenhängender
Form und verschiedenem Umfang enthalten. Als Lexika sind
vorhanden: 1. Handwörterbuch der Betriebswirtschaft, herausgegehen von Nicklisch,
2. Handwörterbuch des Kaufmannes, herausgegeben von Bott. Die Sammelwerke,
die teilweise Neubearbeitungen schon lange bestehender Ausgaben sind,
aber auch zahlreich in der Nachkriegszeit neu veröffentlicht werden, bringen
häufig nur eine Auswahl bestimmter Gebiete, die dann allerdings lehrhaft und
durch Tatsachen und Erfahrungsmaterial stark unterbaut sind. Wohl das umfassendste
und auch inhaltlich reichste ist das von Schmidt herausgegebene
Sammelwerk „Die Handelshochschule“, das auf 8300 Seiten das gesamte Gebiet
der Wirtschaftswissenschaften behandelt; die einzelnen Abschnitte sind jeweils
von Fachleuten bearbeitet worden, doch sind sie trotzdem nicht alle gleichwertig.
Ist hier der Hauptwert auf eine lehrhafte Darstellung gelegt, so sollte der von
Mahlberg, Schmalenbach u.a. herausgegebene Grundriß der Betriebswirtschaft,
von dem 16 Bände verschiedenen Umfangs vorgesehen sind, mehr die
wissenschaftlichen Grundlagen erarbeiten, auf Grund deren nachher eine Zusammenfassung
möglich wäre — oder sein sollte. Bisher sind jedoch erst wenige
Bände erschienen, die durchweg auf beachtlicher wissenschaftlicher Höhe stehen,
so z.B. Bd. 2: Die Betriebsverwaltung (Sammelband), Bd. 5b: Beste, Die kurzfristige
Erfolgsrechnung, Bd. 10: Revisions-und Treuhandwesen (Sammelband),
Bd. 12: Fischer, Der Güter- und Personenverkehr, Bd. 13: Der Nachrichtenverkehr
(Sammelband), Bd. 9: Isaac, Der Industriebetrieb (weniger gelungen),
Bd. 14: Wirth-Fromm, Das Versicherungsgeschäft.
Ferner sind zu nennen; Rothschilds Taschenbuch für Kaufleute, dessen
erster Band als Sammelarbeit verschiedener Verfasser eine Darstellung volkswirtschaftlicher
Einzelgebiete bringt, während Bd.2 als Kaufmännische Betriebswirtschaftslehre
von W al b bearbeitet wurde und überwiegend eine Wirtschaftsverkehrslehre
enthält. Dagegen ist Maier-Rothschilds Kaufmannspraxis, von Rohwald
herausgegeben und vorzugsweise bearbeitet, mehr auf die Erörterung der
innerbetrieblichen, organisatorischen Vorgänge abgestellt, denen gegenüber die
Verkehrslehre sehr vernachlässigt wird. Trotz des guten Inhalts ist die Benutzung
durch die veraltete und unzweckmäßige äußere Ausstattung erschwert.
Als besonders gelungen in seiner Art muß das von Großmann herausgegebene
„Handbuch für Kaufleute“ (1927) bezeichnet werden, welches sich ebenfalls vorwiegend
auf die Betriebslehre stützt und nur ausgewählte Kapitel der kaufmännischen
Verkehrslehre mit heranzieht, dagegen aber auch die wichtigsten
Grundlagen der Rechts- und Volkswirtschaftslehre in stark zusammengezogener
Form enthält. Auf die Bedürfnisse der Handelsschüler zugeschnitten ist das
Handbuch von Bott „Der erfolgreiche Kaufmann“.
3. Das Schrifttum über Einzelgebietc. Uber Einzelgebiete ist vor allem nach
dem Kriege ein ausgiebiges Schrifttum entstanden, das die Ergebnisse des ersten
Zeitabschnitts der neu auflebenden Handelswissenschaft ■— von der Wende des
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Prion, Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb. I.