Das Studium.
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in der äußeren Aufmachung bemerkbar: ein guter bibliographischer Anhang,
Sondernummern über einzelne Gebiete, Preisausschreiben, Nachrichten über den
Vorlesungsbetrieb an den Handelshochschulen und Wirtschaftsfakultäten bringen
dies zum Ausdruck.
Demgegenüber hat die 1924 von Schmidt (Frankfurt) ins Leben gerufene
„Zeitschrift für Betriebswirtschaft“, die früher viertel] ähr lieh, dann zweimonatlich
endlich monatlich und jetzt wieder vierteljährlich erscheint, stark theoretisierende
Haltung. Trotz des an sich gesteckten Zieles der Verknüpfung zwischen Wissenschaft
und Praxis werden doch praktisch wichtige Fragen nicht immer gebührend
berücksichtigt, da der Mitarbeiterkreis zumeist aus Wissenschaftlern besteht.
Neben grundsätzlichen Aufsätzen enthält sie kleine Beiträge und Buchbesprechungen.
Endlich ist noch die vom Verband der Diplomkaufleute herausgebrachte
Monatsschrift „Der praktische Betriebswirt“ zu nennen, die in den letzten Jahren
stark ausgebaut worden ist, und bei ihren Veröffentlichungen Hauptwert auf
zeitgemäße Fragen legt. Oft wird die Gründlichkeit darüber vernachlässigt, aber
andererseits doch keineswegs Oberflächlichkeit zugelassen.
Zum Schluß soll noch auf die vorwiegend für das Gebiet des Revisions- und
Treuhandwesens arbeitende, vierzehntägig erscheinende Zeitschrift „Der Wirtschaftsprüfer“,
jetzt: „Der Wirtschaftstreuhänder“, eine Fortsetzung der „Zeitschrift
für Revisions- und Treuhandwesen“ hingewiesen werden. Sie hat ihre eigene
Form noch nicht gefunden, die Beiträge sind recht unterschiedlich.
Die Monatsschrift „Zahlungsverkehr und Bankbetrieb“ wie auch die „Bankwissenschaft“
zeigen in ihrem Titel neben dem Fachgebiet auch die Besonderheiten,
die bei der ersteren in der Zahlungstechnik und der Banktechnik, bei
der letzteren in einer Erörterung aller bankwissenschaftlichen Fragen hegt.
III. Das Studium.
Nachdem wir gesehen haben, wie es um die Wissenschaft des Wirtsohaftshetriebs bestellt
ist und welchen Niederschlag sie im Schrifttum gefunden hat, erscheint es zweckmäßig, diesen
Abschnitt mit einer kurzen Darstellung der Studiengänge abzuschließen, die sich auf der
Lehre von Wirtschaftsbetrieb (und der Lehre von der Gesamtwirtsohaft) aufbauen. Es sind
dies drei: der Diplom-Kaufmann, der Diplom-Volkswirt und der Wirtsohaftsingenieur.
1. Der Diplom-Kaufmann. Die Entwicklung des Studiums des Diplom-Kaufmanns
ist eng verbunden mit der Entwicklung der Handels- und Handelshochschulen.
Der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands am Ende des 19. Jahrhunderts,
verbunden mit der zunehmenden Entwicklung der Unternehmungen und
deren Einschaltung in den Welthandel, stellte immer mehr Anforderungen an den
Kaufmann, insbesondere an den kaufmännischen Nachwuchs. Zur Abstellung
dieser Notlage wurden an verschiedenen Stellen Handelsschulen errichtet, die die
Aufgabe hatten, dem in der Praxis stehenden Kaufmann eine blickerweiternde
Bildung zu verschaffen und die Ausbildung des kaufmännischen Nachwuchses im
kaufmännischen Rechnen, in Buchhaltung und Betriebstechnik in die Hand zu
nehmen. Eine wissenschaftliche Ausbildung wurde an diesen Stätten noch nicht
gepflegt.
Das Fehlen jeglicher Anhaltspunkte an einer kaufmännischen Wissenschaft
machte sich mit der Zunahme der kaufmännischen Fachschulen immer mehr bemerkbar.
Es wurden daher Ausbildungsstätten gefordert, die dem Kaufmann
nicht nur seine Fachbildung, sondern neben einer guten Allgemeinbildung ein
gründliches Verständnis für die gesamten Wirtschaftszusammenhänge verschaffen
sollten. Da die Universitäten auf dem Gebiete der Nationalökonomie ihre eignen
Wege gingen, anderseits aber mit ansteigender Wirtschaftsentwicklung zu Beginn