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Die Organisation.
Volks- und Erziehungsgemeinschaft im Sinne einer alles umfassenden nationalsozialistischen
Weltanschauung durchführen.
In engem Zusammenhang mit den Auswahlverfahren und zugleich als hervorstechendes
Schulungsziel ist die Werkspflege zu erwähnen.
Das Schwergewicht liegt naturgemäß auf der Personalpflege; sie bildet im
Rahmen der betrieblichen Organisation einen wichtigen und demgemäß umfangreichen
Bestandteil und ist durch das Schlagwort Betriebliche Sozialfürsorge im
wesentlichen Umrissen. Sie wurde im Abschnitt B IV bereits dargestellt.
Zwar ist der Standpunkt und die Einordnung der betrieblichen Sozialfürsorge
umstritten; wenn sie hier als Ausleseverfahren des Betriebes eingereiht wird, so
ist der wohl selten angezweifelte Gesichtspunkt maßgebend, daß ihr wesentliches
Ziel, vom Betriebe aus gesehen, „nicht die Charitas sein kann“ 1 . „Ihr Sinn muß
sein, die Arbeitsorganisation und Arbeitsatmosphäre zu verbessern, das Produzieren
und Zusammenarbeiten reibungsloser zu machen, Quellen der Unzufriedenheit
oder gar der sozialen Vergiftung zu verstopfen, Vertrauen und Aufrichtigkeit
zu schaffen 1 2 .“ Kurz das, was wir einleitend in diesem Abschnitt als Auswahl
kennzeichneten: eine Heranholung und Begünstigung der für den Wirtschaftsbetrieb
geeigneten und eine Behinderung und Ausscheidung der ungünstigen Bedingungen.
Anhang: Die Bestimmungsgründe der Auswahl.
Es bleibt noch zu erwähnen, nach welchen Bestimmungsgründen die Auswahl
getroffen wird. Sie lassen sich einteilen in zwei große Gruppen: die rein technische
Eignung und die Wirtschaftlichkeit. In vielen Fällen werden geringere Kosten
ohne weiteres eine größere Wirtschaftlichkeit bedeuten, aber dies ist durchaus
nicht immer so. Vielmehr ist oft ein sehr eingehendes, aber trotzdem nicht mit
genügender Genauigkeit mögliches Abwägen beider Bestimmungsgründe notwendig.
Geeignet ist alles, was dem technischen Zweck entspricht; aber die Wege
zum technischen Zweck sind verschieden: Buch oder loses Blatt, manuelle oder
maschinelle Buchführung, Laufjungen- oder Rohrpostsystem, Fernruf- oder Aufsuchsystem
der Verständigung, Einzelzimmer oder Arbeitssaal, Maschinenstall
oder Fließband, Schweißen oder Gießen oder Nieten, Stein- oder Holz- oder Betonfußboden,
Kohle-, Gas- oder elektrische Öfen, Zeit-, Akkord- oder Prämienentlohnung,
kurz jede technische Aufgabe läßt mehrere Möglichkeiten ihrer Erledigung
zu. Die Entscheidung liegt immer beim Fachmann, der die reine technische
Eignung auflöst in ihre Bestandteile: Sicherheit, Sauberkeit, Schnelligkeit, Einfachheit,
Kontrollierbarkeit, Genauigkeit, Dauerhaftigkeit, Möglichkeiten des Ersatzes,
der Ergänzung oder Erneuerung u. a. und zwischen ihnen abwägt. Daneben
aber laufen die Fragen der Billigkeit oder Preiswürdigkeit und der Absatzmöglichkeit,
die erst ihre wirtschaftliche Brauchbarkeit entscheiden (vgl. AIII).
Beim Personal ist die sog. Einsatzbereitschaft, ferner die Werksverbundenheit
und endlich die körperliche Tauglichkeit vorwiegend wichtig. Daraus leiten
sich folgende Eignungsfaktoren als Bestimmungsgründe der Personalauswahl ab 3 ;
1. Günstige geistige und technische Veranlagung für den gewählten Beruf oder die bestimmte
Erzeugungsform.
2. Gleichartigkeit der Veranlagungen im Hinblick auf Ausbildung und Erzeugungsablauf.
3. Anpassungsfähigkeit gegenüber den verschiedenartigen Anforderungen im Betriebe.
4. Voraussetzungen familiärer und sozialer Art hinsichtlich einer erfolgversprechenden
Ausbildung.
1 Winsohuh; Gedanken zum Problem einer neuen Werkspolitik. —In Briefs: Probleme
der sozialen Betriebspolitik, S. 150.
2 Winsohuh: S. 160. 3 Siehe auch: BKW-Veröff. Nr. 87, S. 229.