Die Rechnung.
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ist, sondern auch die Möglichkeiten der menschlichen Arbeit entsprechend in
Rechnung gestellt werden. Vor allem aber stößt die Standardkostenrechnung
auch wieder auf das Problem des Beschäftigungsgrades. Schwankt der Beschäftigungsgrad,
so ändern sich auch natürlich die Plankosten; sie müssen also mit
diesem beweglich gestaltet werden. Am besten ist es, wenn sich die Plankosten
mit dem Beschäftigungsgrad decken. Diese Voraussetzung war s. Zt. in Amerika
weitestgehend gegeben, als man dazu überging, die Standardkostenrechnung einzuführen.
Da in Deutschland die Verhältnisse anders liegen (kleinere Betriebe,
Vielgestaltigkeit der Erzeugung), so warnen Sachkenner vor einer kritiklosen
und mechanischen Anwendung derselben. {Hasenack: kann ohne sach- und betriebskundige
Hand viel Schaden anstiften.)
4. Die kurzfristige Erfolgsrechnung. Entscheidend ist schließlich, daß die Wirtschaftlichkeit
des Betriebes in den Gewinn der Unternehmung ausmündet oder
ausmünden soll. Die Kosten in der Kostenrechnung (Stückrechnung) stellen die
Aufwendungen (Verluste) in der Gewinn- und Verlustrechnung (Zeitrechnung)
dar. Die Erlöse (Gewinne) abzüglich der Kosten (Aufwendungen) sollen als Umsatz-(Bilanz-)
Gewinne eine Rente auf das gleichfalls den Wirtschaftliohkeitsüberlegungen
unterhegende Kapital ergeben. Auf diese Beziehungen zwischen Gewinn
und Wirtschaftlichkeit ist oben (D I) näher hingewiesen worden. In diesem Sinne
kann die Jahresbilanz gleichfalls als ein Mittel der Wirtschaftlichkeitsrechnung
angesehen werden. Naturgemäß sind hierbei alle Einflüsse auszuschalten, die die
Betriebs-Wirtschaftlichkeit nicht berühren, wie die Bildung oder Auflösung stiller
Reserven, Einnahmen oder Ausgaben für Sonderzwecke, Unterschiede in der
Bewertung, Geldwertschwankungen u. a. m.
Aus einer solchen Umgestaltung der auf Grund der gesetzlichen Vorschriften
und für die Öffentlichkeit bestimmten Jahresbilanz entsteht die sog. interne Betriebsbilanz,
auf deren Gebrauch kein Betrieb verzichten kann. Sie zeigt nicht
nur im ganzen, sondern bei entsprechender Ausgestaltung auch im einzelnen das
Verhältnis der Aufwendungen (Verluste) zu den Erlösen (Gewinnen) und läßt insbesondere
im Vergleich mit früheren (Jahres-) Betriebsbilanzen Entwicklungen,
Veränderungen, Abweichungen erkennen, die Fingerzeige für die Nachprüfung und
Gestaltung der Wirtschaftlichkeit zu geben vermögen. Doch bald stellte sich in
vielen Betrieben die Erkenntnis ein, daß der zeitliche Zwischenraum — ein Jahr
und mehr bis zur endgültigen Fertigstellung — zu groß war, um rechtzeitig und
mit Erfolg Maßnahmen zu ergreifen, die die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung
alsbald oder bis zum Ablauf des Geschäftsjahres beeinflussen
konnten.
Aus den Bemühungen, in kürzerer Zeit (und frühzeitig genug) einen Überblick
über die Entwicklung der Gewinn- und Verlustrechnung zu erhalten, sind zahlreiche
Versuche der kurzfristigen, sog. Zwischenrechnung entstanden: die Vierteljahresausweise
der Verkehrsbetriebe und der Schwerindustrie, die Monatsbilanzen
der Banken sowie statistische Zusammenstellungen aller Art (IV). Einen besonderen
Versuch stellt die Durchführung der sog. kurzfristigen Erfolgsrechnung dar,
d.h. einer Gewinn- und Verlustrechnung, die in Abständen von je einem Monat
einen Überblick über die Entwicklung der Aufwendungen (Verluste) und Erträge
(Gewinne) geben soll.
Das Wesen und die Aufgabe der kurzfristigen Erfolgsrechnung besteht in
folgendem; Es ist erforderlich, daß der Betriebserfolg in kürzeren Zwischenräumen
in möglichst schneller Weise ermittelt wird; insbesondere sollen diejenigen Gebiete
der Unternehmung und des Betriebes einer solchen Untersuchung zugänglich gemacht
werden, deren Betriebsgebarung beeinflußt werden kann, so daß schädliche
Entwicklungen nicht nur erkannt, sondern behoben werden können. Notwendig