Full text : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Die  Wirtschaftlichkeit.

Buchhaltung  eine  Rechnung:  sie  schreibt  die  Geschäftsvorfälle  nach  Menge  und
Wert  (in  Ziffern)  auf  zu  dem  Zweck,  über  den  Verbleib  und  das  schließlich^  Ergebnis ­
  Aufschluß  zu  geben.  Mit  Hilfe  der  Jahresbilanz  (und  der  Inventur)  ermittelt ­
  die  Buchhaltung  den  Gewinn;  in  der  Gewinn-  und  Verlustrechnung  werden
die  einzelnen  Aufwendungen  (Verluste)  und  Erträge  (Gewinne)  gegenübergestellt.
Immer  liegt  eine  Rechnung  vor.  Und  doch  dienen  die  Buchhaltung  und  die  Bilanz
(Gewinn-  und  Verlustrechnung)  der  Vergleichung,  wenn  die  Feststellungen  und
errechneten  Ergebnisse  mit  ähnlichen  oder  früheren  Rechnungen  in  Beziehung
gesetzt  werden.  Ja,  man  kann  sagen,  daß  in  vielen  Fällen  die  Ergebnisse  der
Rechnung  in  Buchhaltung  und  Bilanz  erst  verständlich  oder  brauchbar  werden,
wenn  die  Vergleichung  in  dieser  oder  jener  Weise  vorgenommen  wird.
Die  Ausführungen  in  III  bieten  dazu  zahlreiche  Beispiele:
Bei  der  Vornahme  des  Jahresabschlusses  werden  die  Inventurergebnisse  mit  den  kontenmäßigen ­
  Beständen  verglichen;  die  Bilanz  und  Gewinn-  und  Verlustrechnung  bedeuten  ein
Vergleichen  des  Vermögens  mit  den  Schulden,  der  Erträge  mit  den  Aufwendungen;  ebenso
bedeutet  das  Saldo-Ziehen  ein  Vergleichen  der  Belastungen  mit  den  Entlastungen  eines
Kontos.
Dasselbe  gilt  von  der  Kostenrechnung.  Wiederholt  ist  auch  hier  von  der  Vergleichung  die
Rede  gewesen:  Vergleichung  der  Nach-  mit  der  Vorrechnung,  der  für  die  Kostenstellen  anfallenden ­
  Kosten  mit  denen  anderer  Kostenstellen  oder  mit  früheren  Kosten  derselben
Kostenstelle,  der  tatsächlichen  Kosten  der  Kostenstellen  mit  den  planmäßig  vorgegebenen
Kosten.
Man  sieht:  soweit  es  sich  um  die  Wirtschaftliohkeitsmessung  und  -prüfung
handelt,  kommen  auch  die  Rechnungen  (III)  nicht  ohne  die  Vergleichung  aus.
Insbesondere  ist  dies  der  Fall  bei  der  kurzfristigen  Erfolgsrechnung,  wenn  diese
die  Ergebnisse  von  Monat  zu  Monat  oder  mit  den  entsprechenden  Monaten  der
Vorjahre  in  Beziehung  setzt.  Wir  können  somit  sagen,  daß  die  Vergleichung  ein
unentbehrliches  Mittel  der  Wirtsohaftlichkeitsmessung  ist.
Die  rechnerischen  Ergebnisse  der  Buchhaltung,  Bilanz,  Kostenrechnung  und
kurzfristigen  Erfolgsrechnung  stellen  wichtige,  doch  nicht  die  einzigen  oder  ausreichende ­
  Tatbestände  zur  Verfügung.  Für  die  Wirtschaftlichkeit  sind  noch
zahlreiche  andere  Tatbestände  von  Bedeutung,  die  durch  Vergleichung  beurteilt
und  gewertet  werden  können  und  müssen.  Diese  Aufgabe  übernimmt  die  Statistik, ­
  hier  die  Betriebsstatistik  (zum  Unterschied  von  der  sonstigen  Staats-  und
Wirtschaftsstatistik).  Der  eigentliche  Zweck  der  Statistik  ist  die  Vergleichung.
Um  diesen  Zweck  zu  erreichen,  ist  die  Statistik  vielfach  gezwungen,  Tatbestände
ziffernmäßig  zu  ermitteln  und  zusammenzustellen;  sie  tut  dies  aber  nur,  um  durch
die  (statistischen)  Zusammenstellungen  die  Möglichkeit  der  Vergleichung  zu  bieten.
Zur  Erleichterung  dieser  Vergleichung  bedient  sie  sich  verschiedener  Mittel:  Verhältnisziffem,
  Indizes,  Durchschnittsziffern  usw.
Für  die  Betriebsstatistik  ist  nun  wesentlich,  daß  sie  die  Tatbestände  der  oben
genannten  Rechnungen,  die  ja  auch  Ziffern  feststellen  und  ermitteln,  zur  Vergleichung ­
  übernimmt,  indem  sie  sie,  wenn  es  erforderlich  ist,  einer  besonderen
Gliederung  und  Zusammenfassung  unterwirft.  Doch  auch  die  Rechnungen,  wie
vor  allem  die  Buchhaltung,  liefern  durch  die  Art  ihrer  ziffernmäßigen  Festhaltung
der  Tatbestände  statistische  Zusammenstellungen,  die  unverarbeitet  für  die  Vergleichung ­
  verwendet  werden  können.  So  bilden  z.B.  die  täglichen,  wöchentlichen
oder  monatlichen  Übertragungen  aus  dem  Sammelj  ournal  der  (deutschen)  doppelten
Buchhaltung  die  Tages-,  Wochen-  und  Monatsumsätze  auf  den  betreffenden
Konten,  die  die  Entwicklungen  in  diesen  Zeiträumen  widerspiegeln,  aber  auch  mit
denen  früherer  Zeitabschnitte  verglichen  werden  können.  In  kleineren  Betrieben
ist  es  möglich  und  kann  es  durchaus  zweckmäßig  sein,  die  Hauptbuchkonten  unter
dem  Gesichtspunkt  des  statistischen  Zweckes  (Vergleichung)  einzurichten,  so
wenn  z.B.  das  Unkostenkonto  nach  den  einzelnen  Arten  der  Aufwendungen  auf ­
            
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