VII. Reichtum und sein Gebrauch.
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und ganz erfüllt, so lange er die Wechselfälle des Lebens, die
Möglichkeit von Unglücksfällen, Krankheit und schlechten Geschäfts
zeiten außer acht läßt. Weisheit gebietet ihm, für solche Dinge
Vorsorge zu treffen; und ein Teil seiner Pflicht und Schuldigkeit
besteht geradezu darin, einen Teil seines Einkommens zu sparen
und sicher anzulegen, nicht in Spekulationsobjekten, sondern in
guten Sicherheiten oder Grundbesitz, oder in einem ordentlichen
Geschäft und zwar so, daß daraus langsam aber sicher ein Re
servefonds entsteht, auf welchen er, im Falle der Not oder auch
in seinen alten Tagen zurückgreifen kann, so daß er von seinen
Ersparnissen zu leben vermag. Ich denke, wir alle stimmen darin
überein, daß es gut, ja geradezu Pflicht ist, eine kleine Rente
für sich zu schaffen und dadurch unsere Selbstachtung zu be
wahren.
Außerdem halte ich es beinahe für ausgemacht, daß der eine
oder andere meiner Zuhörer sobald wie möglich „eine gewisse
junge Dame“ fragen wird, ob sie sein Besitztum oder vielleicht
auch seine Besitztümer mit ihm zu teilen, willens sei. Eine Heirat
ist eine sehr, sehr ernste Sache und muß daher zu allerlei wich
tigen Überlegungen Veranlassung geben. „Vor allem heirate eine
Frau mit gesundem Menschenverstände,“ so riet mir mein eigener
Mentor. Ich lege Ihnen das gleiche ans Herz. — Gesunder Men
schenverstand ist die ungewöhnlichste und schätzenswerteste Eigen
schaft bei Weib und Mann. Doch ehe Sie die Gelegenheit wahr
nehmen, sich eine Gefährtin zu schaffen, kommt gerade ganz
besonders das in Betracht, wovon ich Ihnen jetzt sprechen will:
Reichtum. Nicht Reichtum' in die Millionen hinein, sondern nur
ein Einkommen, das groß genug ist, um' bescheiden und unab
hängig dabei zu leben. Damit kommen wir zur Behandlung des
Themas über Reichtum in jedem eigenen und weiteren Sinne.
Was also ist Reichtum? Wie entsteht er und wie verteilt er
sich? Nicht weit von hier entfernt gibt es ungeheure Kohlen
lager; sie lagen Millionen von Jahren ungenutzt da. Durch irgend
einen Versuch 1 oder Zufall wurde die Entdeckung gemacht, daß;
diese schwarzen Steine brannten und Hitze erzeugten. Man bohrte,
richtete Maschinen auf, grub und brachte Kohle zutage, die man
dann an die Leute verkaufte. Sie ersetzte das Holz als Feuerung