Full text: Vieh und Fleisch in der deutschen Kriegswirtschaft

Oktober 
1912 durchschnittlich Preis p. kg 69,— JL 
November 
„ 68,- „ 
Dezember 
„ 70,- „ 
Januar 
1913 
„ 68,- „ 
Februar 
„ 68,- „ 
März 
„ „ 
„ 68,— „ 
April 
„ 66,— „ 
Mai 
„ 65,— „ 
Juni 
,, 
„ 65,— .. 
Juli 
64,— „ 
August 
„ 64,- „ 
September 
63,- „ 
Oktober 
„ 
„ „ 
.. 62,- „ 
Durch Bundesratsverordnung vom 16. März 1916 sind für 
Rohfett von Rindvieh und Schafen und für Fett 
grieben Höch st preise bestimmt worden, und zwar: 
1. Für frisches Rinderfett: 
1,58 A Preisklasse I fRohfettanfall von einem Schlachttier von mehr als 
25 kg), 
1,22 „ „ II svon mehr als 10 bis 25 kg), 
0,82 „ „ III (von mehr als 5 bis 10 kg), 
0,51 „ „ IV (von 5 kg und darunter). 
2. Für die übrigen Rinder- und Schaffette: 
1,22 Ä frisches Schaffett, 
0,51 „ nicht frisches Schaffett, 
0,51 „ nicht frisches Riuderfett, 
0,51 „ Abfallfette (bie beim Reinigen und Schleimen der Därme ge- 
wonnenen Fette), 
0,51 „ Fettbrocken, soweit sie sich beim Verkauf von Fleisch ergeben. 
Der Anfall an Rohtalg ist infolge der schlechteren Ernährung 
der Tiere während des Krieges bedeutend zurückgegangen. Er 
beträgt heute durchschnittlich 11,50 kg bei Rindern, 1,28 kg bei 
Schafen. Je geringer der Gesamtanfall an Rohtalg bei einem 
Schlachttier ist, um so mehr Bindegewebe und um so weniger reines 
Fett enthält das Rohfett — im Frieden ergab der Rohtalg durch 
schnittlich 78 bis 83%, im letzten Halbjahre nur 64 bis 76% Rein 
talg —, um so geringer ist auch der Grundpreis, der hierfür fest 
gesetzt ist. Da die Ausbeute an Rohfett heute gegenüber der Fricdens- 
zcit merklich zurücksteht, so ist auch der Durchschnittspreis für das 
Kilogramm gesunken, nämlich für Rindertalg auf 2,48 Ji, für Schaf 
talg auf 2,28 M. 
Dieser Umstand erzeugt eine weitere Verschiebung in dem 
zwischen Kram- und Lebendgewichtspreis eines Tieres bestehenden 
Wertverhältnis zu ungunstcn des Krames.
	        
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