352
Heinz Potthofs.
wieder eng zusammen mit anderen freiwilligen oder Zwangsbeiträgen
für öffentliche Zwecke (wie sie namentlich die privaten und öffentlicken
Feuerversicherungsgesellschaften leisten). Deswegen sind diese Beiträge
unter dem Sammelnamen „Öffentliche Aufwendungen" in Übersicht 3 mit
angefügt. Schließlich ist dort auch noch angegeben der „Gewinn", der von
den Erwerbsgesellschaften verteilt worden ist. Bei den Gegenseitigkeits
gesellschaften und den öffentlichen Anstalten kann von einem Gewinn
keine Rede sein; die letzten haben auch nicht Steuern im eigentlichen
Sinne zu leisten.
Übersicht 3: Ausgaben.
Versicherungszweig
Im ganzen
Mill. Mk.
Versich.-
Leistungen
Davon i
Verwal
tungskosten
n Mill. Mk.
Öffentl.
Aufwendgn.
Ge
winn
Andere
1. Lebensversicherg.
400
302
86
‘ 1,4
10
1
2—3. Sachschaden-
versicherung . .
159
84
52
6,0
16
1
4—5. Vieh- und
Hagelversicherung
71
61
9
1
6—7. Unfall- und
Haftpflichtvers. .
73
38
29
1,0
5
8. Transportvers. .
95
69
19
7
—
I. Geschäft!. Versich.
798
554
195
8,0
39
2
9. Jnvalidenversich.
218
197
21
10. Unfallversich. .
206
163
43
—
—
—
11. Krankenversich..
353
323
22
—
—
8
12. Knappschafts
tassen
84
79
4
1
II. Soziale Versich.
861
762
90
9
III. £5ff. Feuervers.
89
64
14
7
—
4
I—III. Im ganzen.
1748
1380
299
15
39
15
°/o
100
79
17
1
2
1
7. Das Vermögen und seine Anlage. Der Unterschied der
gesamten Einnahmen und Ausgaben bildet den Vermögenszuwachs, der
zum größten Teil eine technisch notwendige, meist gesetzlich vorgeschriebene
Rücklage (Lebensversicherung), im übrigen eine Sicherheitsreserve für un
erwartete Steigerung der Versicherungsleistungen oder dergleichen bildet.
Diese jährlichen Rücklagen zählen nach Hunderten von Millionen und
das bisher angesammelte Kapital nach Milliarden. Durch die Ver
wendung dieses Kapitals, die Art der Anlage muß ein nicht un
erheblicher Einfluß auf den Geldmarkt Deutschlands ausgeübt werden,