Full text : Die Preisprüfungsstellen

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Stellen  beläuft  sich  auf  1044,  davon  sind  12  .LandesMlen,  7  Provinzstellen, ­
  13  Bezirksstellen,  die  zugleich  Landes-  (Bezirks-)  Stellen
und  OrtSstellcn  sind,  1012  Stellen  sind  reine  Ortsstellen  bzw.  Stellen
für  ein  örtlich  enger  begrenztes  Gebiet;  von  den  1012  Ortspreisstellen
sind  493  Stellen  „pflichtig"  (nach  der  Verordnung  in  allen  Gemeinden
mit  über  10  000  Einwohnern  obligatorisch  angeordnet),.  519  nichtpfljchtig,
  auf  der  von  der  Verordnung  zugelassenen  freien  Entschließung ­
  anderer  Behörden  beruhend.  Von  den  pflichtigen  sind
368  für  den  Bezirk  einer  Gemeinde,  26  für  den  Bezirk  mehrerer
pflichtiger  Gemeinden,  72  Stellen  für  einen  Kreis  bzw.  einen  dem
Kreis  entsprechenden  Wirtschaftsbezirk,  in  dem  pflichtige  Gemeinden  ,
liegen,  27  für  mehrere  Kreise  oder  größere  Bezirke,  in  denen  pflichtige
Gemeinden  liegen;  von  den  nichtpflichtigen  Stellen,  519,  sind  145
solche  für  einzelne  Gemeinden,  62  für  mehrere  Gemeinden  zusammen,
242  für  Kreise,  in  denen  keine  pflichtigen  Stellen  liegen.  „Örtliche
Stellen"  sind  indessen  vereinzelt  auch  solche  für  einen  ganzen  Regierungsbezirk ­
  (Bromberg)  oder  für  Groß-Berlin  mit  27  größeren
Gemeinden  und  4  Millionen  Einwohnern.
Die  Zusammenstellung  weist  aus,  daß  von  der  Ermächtigung,  auch
für  nichtpflichtige  Bezirke  Preisstcllen  zu  errichten,  reichlich  Gebrauch
gemacht  wurde,  insbesondere  für  landrätliche  Kreise  und  entsprechende
Verwaltungsbezirke,  anderseits  für  kleinere  Jndustrieorte.
Wie  sieht  die  geographische  Verteilung  aus?  Ohne
weiteres  ist  zu  sagen,  daß  die  Gebiete  dichter  Besiedelung  die  große
Mehrzahl  der  Preisstellen  haben,  während  die  überwiegend  dünn
besiedelten  agrarischen  Gebiete  auch  die  geringere  Zahl  der  Stellen
besitzen.  Kennzeichnend  sind  für  Preußen,  wenn  wir  zunächst
die  pflichtigen  Stellen  im  Auge  behalten,  die  Gegensätze:  Ostpreußen
b0,  Westpreußcn  15,  Pommern  14,  Posen  9,  Schleswig-Holstein  11,  !
Hessen-Nassau  13  Stellen,  gegen  Schlesien  61,  Westfalen  64,  Rhein-  j
land  86  Stellen.  Zieht  man  auch  die  nichtpflichtigen  Stellen  in
Betracht,  so  verschiebt  sich  das  Bild  etwas  zugunsten  der  agrarischen
Gebiete:
Ostpreußen  30,  Westpreußen  27,  Pommern  45,  Posen  32,
Schleswig-Holstein  23,  Hessen-Nassau  35  Stellen,  gegen  Schlesien  66,
Westfalen  89,  Rheinland  136.  Das  übrige  Deutschland  zeigt
ein  ähnliches  Bild:  das  industrielle  Sachsen  mit  107  Stellen,  Baden
mit  68  Stellen  gegen  Bayern  mit  54,  Württemberg  mit  21  Stellen.
Die  Zahl  der  errichteten  Preisstellen  darf  uns  freilich  kein  Maßstab ­
  der  Dringlichkeit  sein;  manche  Preisstellen  gerade  des  flachen
Landes  find  mehr  oder  minder  papierne  Gründungen  und  führen  ein
Heft  W/M  i
            
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