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und objektive Genauigkeit des Verfahrens erzielt werden. Die
darauf abzielenden Anregungen und Arbeiten sind noch im Gange.
Auch in dieser Schriftensammlung „Beiträge zur Kriegswirtschaft"
wird eins der nächsten Hefte zu diesem Zwecke die Technik der
Preisprüfung behandeln. Suchen wir nun näher zu bestimmen,
welche Typen von Preis st eklen nach der einen
oder anderen Verfahrungsiveise in der Hauptsache vorgehen.
Die P r e i s st e l l e München ist der bezeichnende Fall einer
möglichst grundsätzlichen Prcisermittelung nach den Gestehungs-'
kosten. Sachverständig und tatkräftig geleitet, dabei von einem
großen Stabe gut geschulter arbeitsfreudiger Mitglieder und Sachverständigen
unterstützt, hat diese Preisstelle das schwierigste Verfahren
aufgegriffen, bis in die Einzelheiten hinein genaue Kostenberechnungen
für die meisten Gegenstände des Massenbedarfs vorzunehmen.
Auf diese Weise ist ein außerordentlich wertvolles
Material zusammengebracht worden, was dadurch erleichtert wurde,
daß Markt- und Versorgungssragen von anderen städtischen Stellen
bearbeitet werden; so war eine klare Aufgabenabgrenzung und Arbeitsteilung
zwischen den verschiedenen Instanzen gegeben. In dieser
Weise auf Gestehungskostenermittelung eingestellt, gewinnt das Vorgehen
der Münchener Preisstellc scheinbar eine theoretische Farbe; in
Wirklichkeit aber leistet diese „Theorie" hervorragend praktische
Arbeit, nämlich als Voraussetzung und Unterlage für die Preispolitik.
Wenn freilich auch in der Niederschrift vom 13. Januar
1916 bezeichnenderweise betont wird: „es ist nicht nötig, daß deshalb,
weil eine Ware knapp wird, sie auch teuer wird", so soll die Feststellung
der Gestehungskosten die tatsächliche behördliche Preisgestaltung
doch nicht endgültig bestimmen — es bleibt den Stellen, die
sich mit der Versorgung und mit der Preispolitik zu befassen
haben, überlassen, wie weit die errechneten Gestehungskosten beim
Preisanschlag zu verwerten, wie weit neben ihnen aber auch andere
(insbesondere Markt- und Versorgungs-) Gesichtspunkte in Anschlag
zu bringen sind.
Aber so klar sich begrifflich die Arbeitsgebiete bestimmen und
trennen lassen, so schwer ist es, praktisch alle Vcrsorgungsgesichtspunkte
von den Kostenprcisgesichtspunktcn zu trennen. Wo es sich
um Höchstpreisv o r s ch l ä g e handelt, da spielen die Versorgungsgesichtspunkte
immer wieder deutlich hinein, oft entscheidend; es ist
bezeichnend, daß die bei der Preisermittelung von so klaren Grundsätzen
ausgehende Stelle Zugeständnisse an die Versorgungslage nicht
umgehen kann, sei es in der gelegentlichen Ablehnung von Höchst-