Full text: Kurzer Bericht über Arbeiten zu Eignungsprüfungen für Flieger-Beobachter

[16, 274J Bericht über Arbeiten zu Eignungsprüfungen f. Flieger-Beobachter. 27 
durch die Feder eingezeichnet wird, der vorher gezeigte Weg 
wird. Mit der anderen Hand kann der Prüfling das Stativ mit 
dem Diaphragma bewegen. Wird also durch das Diaphragma 
das Gesichtsfeld aufserordentlich stark eingeengt, so ist durch 
diese Beweglichkeit die Möglichkeit gegeben, auch eine gröfsere 
Fläche abzusuchen. Bei der geringen Gröfse der Darstellung 
auf der Karte, die für die praktische Handlichkeit günstig ist, 
soll die Einengung des Gesichtsfeldes durch das Diaphragma der 
uatürlichen Begrenzung des Sehfeldes entsprechen, das ja im 
Gelände momentan auch nur einen verschwindend geringen 
Ausschnitt umfafst. Den kleinen Mafsen der Karte entsprechend 
mufs die Geschwindigkeit, mit der der Yl. den Streifen schiebt, 
sehr gering sein. Der VI. mufs sich diese Geschwindigkeit vor 
her sorgfältig einüben, ebenso wie er die einzelnen Wege genau 
kennen mufs. Bei der Bewegung des Pappstreifens durch den 
Früfling mufs der VI. darauf achten, dafs er die gleichmäfsige 
Geschwindigkeit bestimmt, und der Prüfling sie nicht an 
einigen Stellen beschleunigt und an anderen verlangsamt. 
Vor Beginn der Prüfung wird die Anordnung erklärt, ohne 
hals die Karte gezeigt wird. Der Prüfling mufs die Bewegungen 
hes Stativs mit dem Diaphragma und die des Streifens einige 
Male ausführen, und mufs wissen, dafs er die Feder nicht be 
rühren darf. Zum Beginn der Einzeichnung wird die Karte so 
gelegt, dafs die Feder auf dem richtigen Anfangspunkt des ge 
suchten Weges steht, und die Richtung des Weges der der Karten 
verschiebung etwa entgegengesetzt ist, dem Prüfling die Anfangs 
richtung also' nahegelegt ist. Auf diese Weise wurde von den 
drei Prüflingen die Eiuzeichnuug der Wege 1, 2, 3 verlangt, 
Uü< J zwar in derselben Richtung, in der die Wege vorher gezeigt 
waren. 
Etwas abgeändert wurde die Prüfung bei Lt. K. Auch hier 
wurden die 3 Wege verlangt, jedoch wurden Darbietung und 
Einzeichnung gegenüber der Art der früheren Versuche ver 
tauscht. Der Prüfling beobachtete bei der Darbietung durch 
, as Diaphragma; die Feder war ein wenig angehoben, so dafs 
Sle den Weg auzeigte, aber nichtein zeichnete. Es wurden 
Wle der die Kartenausschnitte, diesmal auf Pappstreifen befestigt, 
^ er Wandt; der Weg mufste dann mit Bleistift in die offene ganze 
rte eingezeichnet werden, wobei jedesmal wieder der Anfangs- 
P u ukt gegeben wurde. Diese Änderung der Prüfung war als
	        
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