Die Wälder Deutschlands.
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Holzarten 1:0 | tz et | §6 | 66 | lo | 20 E Mur
Jahre alt in 1000 ha S] t Iatattet
Eiche.. . . ~ ~ - t: 57,6] 80,6] 99,3] 107,0! ss 122,1) 8,4 671,7
Birke, Erle, Aspe und | :
alle anderen weichen | |
Laubhölzer . . . tj s 13,11 24.1 53,4 § t 10,6 |I 248,3
Buche und alle anderen . | |
harten Laubhölzer . 1 136,8] 239,4|_329,3] 337,7| 267,1| 228,11 171,01 _9,5 | 1719,8
Taubholz 1. g.... 8202,7| 300,5] 423,0] 464,1] 427,5| 437,91 355,61 28,5 j 2 639,8
kiefer ,.. . -; z ttt 152,9 287,8| 467,61 875,6|1 205,6|1 323,71 269,11 177,9 | 5 760,2
üürche!. .. . . : S5 07 1:5 z 4.11 6.0 ;: 0,2 23,3
E U U 1 _
Nadelholz i. a | 236,0 435,1| 731,7 |1 307,4|1 794,1|2 005,1[2 107,5] 260,1 | 8877,2
.., 488,6 735,6|1 154,7[1 771,52 221,62 443,012 463,1] 288,9 [ 11 517,0
Die Summenzahlen dieser übersicht zeigen deutlich, daß von einem Überwiegen hiebs-
reifer oder überreifer Bestände im gleichaltrigen Hochwalde Deutschlands keine Rede sein
kann. Deutlicher zeigen dies aber noch die Prozentzahlen, mit denen die einzelnen Alters-
klassen an der Gesamtfläche beteiligt sind. Es treffen auf:
über 120 jährig (vor 1793 beg)... .. . . . . . . . 49)o der Gesamtfläche
„. 1041120jähtig (4799. 18153) ... .. .. ... ho . r
" gsl1---100 jährig (181318888 . . . ... . . . l0s ,. .
„ 61-80 jährig (1833-1853) . . . . lh q,, “
„ A4A1~60 jährig (1853-1873) . . . 19%: ,, '
„ HZ2140 jährig (1873-1893) . 21 %% i.. r
; 0-20 jährig (1893-1913) . 24/0 ,, ?
Besonders in den letzten 20 Jahren (1893 bis 1913) war . wie die jüngste Aliers-
klasse (0 bis 20) zeigt – der Grad der Abnutzung stärker als in irgendeinem früheren
Zeitraume.
Wie steht es nun um die Altersklassenverhältnisse bei den wichtigsten Holz-
a r t e n des deutschen Waldes (gleichaltrigen Hochwaldes!)?
Die Altersklassen der Eich e. Aus den Zahlen der Tabelle ergibt sich,
daß die Eichennachzucht zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurückging. Von 1793 bis 1813
wurden nur 57,6 Tausend Hektar begründet. Dieser Rückgang wurde veranlaßt durch
die Geldnot infolge der Kriege und der politischen Wirren und durch die falsche Behandlung
der Eiche bei Begründung der Buchen-Eichen-Misschbestände, die man so dunkel stellte,
daß die lichthungrige Eiche verdrängt wurde.
Schließlich haben auch der zur Vermeidung der befürchteten Holznot stark übertriebene
Anbau raschwüchsiger Holzarten, wie vor allem der Birke, und die Ver-
schlechterung der Eichenböden durch übertriebene Streu- und Weidenutzung ihr Teil zur
Vernachlässigung der Eichennachzucht beigetragen.
!) Das Folgende im Anschluß an Endres, I. c., S. 32 f.