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Zurückgezahlt waren; 272000 Tlr. waren infolge besonderer Bewilligungen
abzurechnen; bei einer weiteren Ablösung zu 66 2 / 3 % glaubte Schön darauf
rechnen zu können, daß noch etwa 600000 Tlr. einkommen würden. —
Er hatte von Anfang an streng darauf gehalten, daß Unterstützungskapitalien
nur denen gewährt wurden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit
in ihrem Besitz erhalten werden konnten. Die Unrettbaren, soweit sie angesehenen
Fanlilien angehörten, erhielten auf seinen Vorschlag hin Pensionen,
die aber in jedem Falle besonderer königlicher Genehmigung
bedurften. „Es ist ratsamer, eine Pension zu bewilligen, als Kapital hinzugeben,
dessen Verlust vorauszusehen ist 1 )." Diese Pensionen wurden bestritten
aus den Zinsen, die die unterstützten Gutsbesitzer zu zahlen hatten.
Der gestrenge Oberpräsident pflegte mit Vorliebe den Pensionsberechtigten
dem zur Zinszahlung Verpflichteten iils Haus zu schicken, damit er sich seine
Pension bei ihm hole. „So wird der Gutsbesitzer an seine Pflicht gemahnt
und hat fortwährend lnoralische Exekution" 2 ). Von vielen Beteiligten
scheint freilich der kategorische Imperativ in dieser Gestalt als lästige und
peinliche Zumutung empfunden worden zu sein. Die umnittelbare Beziehung
zwischenSchuldner und Pensionär gab aber Schön oft Gelegenheit,
beiden Teilen zu empfehlen, statt Geld Naturalien zu geben und zu nehmen.
Zumeist waren es Witwen und ältere Männer, denen die Pensionen bewilligt
wurden; vielfach werden sie auch als „Kindererziehungsgelder"
aufgeführt. Im Jahre 1827 waren 83 Personen, unter denen mehr als die
Hälfte Frauen waren, mit Pensionen im Gesamtwert von 14637 Tlr. jährlich
bedacht. Am reichsten dotiert war die Feldmarschallin von Kalckreuth
mit 1000 Tlr. jährlich. Von Fölkersamb, der sein Gut Bauditten 1827
doch hatte opfern müssen, erhielt 408 Tlr. Im übrigen sind die Pensionen
meist auf 200—400 Tlr. festgesetzt. Die Zahl der Pensionäre ging bis 1837
auf 57 zurück.
III. Die Subhastationenb).
Von den Unterstützungen, die Schön verteilt hat, ist in der Folge viel
weniger die Rede gewesen als von den durch ihn veranlaßten Subhastationen.
Diese Vorgänge und die Sage, die sich uni sie bildete, haben Schön über
das Grab hinaus die Abneigung weiter Kreise der ostpreußischen Guts-0
Schön an Schuckmann u. Lottum 23. Aug. 1824.
2 ) An Stägemann 17. Mai 1825 (Rühl 3, 209).
3 ) Für das folgende Kapitel sind außer dem Geheimen Staatsarchiv vor allem
die Akten der ostpreußischen Landschaft und des Ministeriums für Landwirtschaft,
Domänen und Forsten benutzt.