Rentabilität.
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Die zahlenmäßige Rentabilität des Kapitals ist 11 %. Ge
wöhnlich zerlegt man rechnungsmäßig den Jahresertrag in
Kapitalzins und Unternehmergewinn, rechnet also beispielsweise
5% Kapitalzins auf die eigenen Mittel, hier auf 100 M. Erst
über das arbeitslose Einkommen des Kapitalbesitzes hinaus
gehende Teil des Ertrages ist Vergütung für Unternehmerarbeit
und Kapitalrisiko. Eine Unternehmung ist erst dann als ren
tabel anzusehen, wenn der Jahresertrag die verkehrsübliche
Verzinsung einer Kapitalanlage übersteigt. Gewerbetreibende
zerlegen den Jahresertrag häufig in drei Teile, unbewußt der
kehre vom Unternehmereinkommen folgend: Kapitalzins, Unter-
uehmerlohn für Arbeitsleistung (Meisterlohn) und Unternehmer
gewinn als Vergütung für Kapitalverwendung und -risiko.
In ähnlicher Weise berechnen die persönlich haftenden und
tätigen Mitglieder einer offenen Handelsgesellschaft die Renta
bilität. Das einem geschäftsführenden Gesellschafter zugebilligte
De halt ist nicht als Bestandteil der Kapitalrente dieses Gesell
schafters anzusehen.
Wesentlich komplizierter sind die Rentabilitätsberechnungen
bei Aktiengesellschaften 1 ): a) Das Verhältnis zwischen Dividende
Und dividendenberechtigtem Kapital hat vorwiegend für die
Aktionäre Interesse. Für diese ist die Rentabilität des Erwerbs-
Preises der Aktien, die effektive Verzinsung bzw. die Kursrentabili
tät wertvoller; z B. der Anschaffungskurs einer Aktie wäre
^58%, mit Rücksicht auf die Nebenkosten 458%%, Dividende
42%, Rentabilität 5 5 / 10 %. Die Kapitalrente für den Aktionär
umß etwaige Zuzahlungen ä fonds perdu im Wege der Sanierung
«der bei der Gründung, den Wert bzw. den Erlös des Bezugs
rechts und etwaiger sonstiger Leistungen der Aktionäre mit
berücksichtigen.
b) Bilanzkritisch und volkswirtschaftlich wichtiger sind die
Verhältniszahlen vom Standpunkt der Unternehmung. Hier
interessiert zunächst die Rentabilität der eigenen Mittel. «) Das
Verhältnis zwischen Jahresüberschuß und dem dividendenbe
rechtigten eingezahlten Aktienkapital gibt den Gewinn, den das
i) Vgl. Moll, Die Rentabilität der Aktiengesellschaften, Jena 1908
Lomnitz, Die systematische Bearbeitung der Veröffentlichungen von Aktien
gesellschaften, Leipzig 1908.