Full text : Bilanztechnik und Bilanzkritik

Rentabilität.

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dem  Unterschied  zwischen  Aktiva  und  Schulden,  der  in  Prozenten ­
  des  Aktienkapitals  ausgedrückt  den  Bilanzkurs  der  Aktien
(Anteile)  ergibt.  Der  Bilanzkurs  zeigt  das  Anwachsen  des  eige
üen  Kapitals,  gibt  an,  ob  der  schuldenfreie  Teil  des  Aktivvermögens ­
  infolge  der  angesammelten  Reserven  die  Höhe  des  Aktienkapitals ­
  übersteigt  oder  infolge  von  Verlusten  darunter
bleibt.  Doch  ist  hier  an  die  übermäßige  Unterbewertung  der
Aktiva  und  die  Überbewertung  der  Schulden  zu  erinnern,  die
den  Bilanzkurs  natürlich  niedriger  erscheinen  lassen,  als  den
tatsächlichen  Verhältnissen  entspricht.
y)  Zum  arbeitenden,  werbenden  Gesamtkapital  einer  Unternehmung ­
  (Unternehmungskapital)  zählen  die  eigenen  Mittel,  die
testen  und  die  kurzfristigen,  laufenden  Schulden  {Lieferantenschulden, ­
  Bankkredite,  Akzepte  usw.).  Faßt  man  den  Begriff
Ünternehmungskapital  so  weit,  so  kann  die  Rentabilität  dieses
Kapitals  nur  durch  Addition  des  Jahresreingewinns,  der  Anleihe-, ­
  der  Hypothekar-  und  der  Bankzinsen  ermittelt  werden.
Einige  Statistiker  berechnen  nur  die  Rentabilität  des  „investierten“ ­
  Kapitals,  d.  i.  die  Summe  der  eigenen  Mittel  und
dar  festen  Schulden  (Anleihe-,  Hypothekarschulden  und  langjährige ­
  Darlehen).  Die  Verzinsung  dieses  Kapitals  berechnet
ß ich  aus  der  angegebenen  Summe,  unter  Abzug  etwa  noch  nicht
Gegebener  Obligationen,  und  der  Summe  des  jährlichen  Reingewinns ­
  und  der  Zinsenausgaben  für  die  festen  Schulden.  Die
Preußische  Statistik  der  Kleinbahnen  rechnet  Dividenden  und
Anleihezinsen  gleich  Verzinsung  des  Anlagekapitals.
Eine  gute  zusammenfassende  Rentabilitätsübersicht  der
deutschen  Aktienbrauereien  veröffentlichte  der  Deutsche  Brauer-*>hnd
  für  1916  *)  (S.  144).
Wegen  der  Bedeutung  des  Betriebskoeffizienten  für  die  Rentabilität ­
  der  Verkehrsunternehmungen  und  als  Maßstab  für  die
mnere  Ökonomie  vgl.  Sachregister.  Betriebsausgaben  und  Betriebseinnahmen ­
  sind  die  wichtigsten  Faktoren  der  Rentabilität.
Kür  eine  sachgemäße  Kritik  ist  eine  zweckentsprechende  Gruppierung ­
  erforderlich.  Da  die  Einzelheiten  der  Gewinn-  und
1 )  Vgl.  auch  die  Übersichten  des  Verein  deutscher  Maschinenbau
4nstalten.  Charlottenburg  2.
            
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