142
Rentabilität.
Grundkapital ohne Rücksicht auf die Verwendung des Ertrags
abwirft. Kapitalerhöhungen oder Kapitalminderungen durch
Rückzahlung im Laufe des Bilanzjahres müssen dergestalt be
rücksichtigt werden, daß die neuen bzw. die nach dem Rück
kauf verbleibenden Aktien nur mit demjenigen Bruchteile ihres
Kapitals als dividendenberechtigt gelten, die dem Bruchteile
des Bilanzjahres entsprechen, für den sie dividendenberechtigt
sind.
ß) Der jährliche Reingewinn muß auch mit den gesamten
eigenen Mitteln der Unternehmung verglichen werden. Aktien
kapital, Reserven und Gewinnvortrag aus dem Vorjahr bilden
das Unternehmerkapital, das „verantwortliche Unternehmung»'
kapital“, das „freiwerbende Kapital“, wie diese eigenen Mittel
von den verschiedenen Statistikern bezeichnet wurden. Bei
dieser Berechnung ist der Stand bei Beginn des Berechnung»-
jahres, bei Gewinnverteilungsgesellschaften unter Berücksichti
gung der Gewinnverteilung zugrunde zu legen. Die Kapital
produktion muß mit diesem Anfangsbestand des Kapitals io
Beziehung gesetzt werden.
Die eigenen Mittel einer Aktiengesellschaft lassen sich durch
Subtraktion der Schulden von den Aktiven unter Berücksichti
gung eines passiven Abschreibungskontos mittelbar oder durch
Addition der Einzelteile der eigenen Mittel unmittelbar bestim
men. Die richtige Berechnung setzt allerdings Kenntnis über
das Wesen der als Reservefonds bezeichneten Passivposten vor
aus. Hierbei ist an die Ausführungen über „gemischte“, „zwei
felhafte“ und „unechte“ Reserven zu erinnern. Ob die für Wohl-
fahrtszwecke errichteten Reservekapitalien dem eigenen Kapital
zuzurechnen sind, läßt sich nur fallweise bestimmen. Unter-
stützungskassen und die auf freiwilligen Leistungen des Unter
nehmers aus dem Reinertrag beruhenden Pensionsfonds sind
zweifellos mitwerbendes Kapital, solange kein Rechtsanspruch
seitens der Arbeiter und Beamten auf die aus solchen Fonds zu
gewährenden Pensionen und Unterstützungen besteht. Ist der
ganze Fonds nach versicherungstechnischen Grundsätzen be
rechnet und in Effekten angelegt, deren Zinsen dem sozialen
Zwecke zugute kommen, gehört er nicht zum produktiven Kapital-
Der Bilanzwert des Unternehmerkapitals berechnet sich aus