Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

Bankbilanzen. 
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Von den Bankguthaben werden jene bei den Zentralgeld 
instituten (Reichsbank, Privatnötenbanken, Zentralkasse, Ver 
bandskasse) getrennt von denen bei anderen Banken, die häufiger 
weniger flüssig sind. 
Manche Geschäftsbetriebe geben die Kontenzahl an (S. 28f.), 
durch die die Berechnung des Durchschnittssaldos und, falls 
die Umsätze angeführt sind, die Berechnung des Durchschnitts 
umschlages auf einem Konto ermöglicht wird, was für die Be 
urteilung des Geschäftsbetriebes wertvoll ist. Die Geschäfte, 
welche der Entstehung des Debitorenpostens zugrunde liegen, 
ob industrielle oder spekulative Kredite zur Verfügung gestellt 
wurden, läßt sich in der B. unmittelbar nicht ersehen. Die Qua 
lität der Kunden bemißt sich an den Ausfällen, die jedoch in 
vielen B. nicht ersichtlich gemacht sind. Sie werden ebenso 
verhüllt, wie die Erträgnisse aus dem immobilen Besitz, obgleich 
die Micteinnahmen einzelner Banken nicht gering sein dürften. 
Die außerordentlich interessante Kapitalverteilung zwischen 
Filial- und Zentralbank und die örtliche Verteilung des Gewinnes 
sind zwar in den Büchern der Bank dargestellt, selten aber aus 
den B. herauszulesen. So klar wie die russische B. (vgl. S. 27611.) 
ist kaum eine deutsche Aktienbilanz. Früher, etwa bis 1902, 
gab die Deutsche Bank das Betriebskapital der Filialen als 
Sonderposten unter den Debitoren an. Man konnte auch den 
Anteil der Filialen an den gedeckten und ungedeckten Debitoren 
berechnen usf. Der Gewinn der Zweiganstalten kann als Sonder 
posten ausgewiesen oder auf die einzelnen Ertragskonten ver 
teilt, d. h. verhüllt werden (vgl. 1. Abschnitt). 
Die unter 1. aufgeführten Effektenkredite waren sichergestellt durch 
Hinterlegung börsengängiger Wertpapiere; 
a) Kurswert Jl 2 733 915,-, Beleihungswert zu 90 % M 2 460 524,- 
b) „ „ 6 305 729,-, „ „ 75% „ 4 729 297,- 
c) „ „ 166 467,-, „ „ 66V, % „ 110 978,— 
d) „ „ 1 096 777,-, „ „ 50% „ 548 389,- 
zusammen M 10 302 888,—, und Beleihungswert von Jt 7 849 188— 
Es betrug im Jahre 1912 
1. der Gesamtumsatz M 61 721 238,— 
2. der Durchschnittsstand d. Debitor. ,, 4 969 755,— 
3. der berechnete Durchschnittszinsfuß 4,14 % 
1911 
M 54 983 940,- 
„ 5 405 973,— 
4,66 %
	        
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