Das Kapital.
Hl
Die Rücklage wird allmählich auigezehrt. Der wirkliche
Verlust an Forderungen bleibt in der Ertragsbilanz unwirksam;
die Verwendung der Delkredere-Reserve verstärkt den Jahresgewinn.
Sollte die Reserve trotz der Verluste alljährlich auf 5%
der Forderungen am Schlüsse des Bilanzjahres steigen, müßte
der Rest alljährlich zu Lasten der Betriebseinnahmen verbucht
werden.
Delkredere- Reserve.
2 - Debitoren; Verluste
3,50
1. Bilanzvortrag
. 10
Bilanz 1921: Rückstellung
8
Gewinn und Verlust .. .
1,50
Debitoren-Konto
2
4. Vortrag
, . 8
Bilanz 1922: Rücklage . . .
12
Gewinn und Verlust. . .
. . 4
usf.
Das Kapital in den Schlußbilanzen.
7. Abschnitt.
Das Kapital im allgemeinen.
Wir verstehen unter Kapital (Unternehmerkapital) die eige-Uen
Mittel einer Unternehmung, den Wertunterschied zwischen
Vermögen und Schulden, oder, sofern Schulden nicht vorhanden
Sln d, die Summe aller Vermögensteile 1 ). Kapital in diesem
^inne sind Leistungen des Unternehmers, d. h. es entsteht durch
mlage des Eigentümers des Betriebes (Gründungskapital,
*Wpitalerhöhung) und durch Leistungen der Unternehmung,
k durch die in der Ertragsbilanz nachgewiesene Kapital-Produktion.
Das Grund- oder Anfangskapital ist, bilanztechnisch bedachtet,
entweder veränderlich, wird durch den Reingewinn vermehrt,
durch den Reinverlust vermindert, oder cs ist unveränder-*1
Über die Kapitalkonten, über die Kapitalbildung und den Kapitaiv,
;rbrauch vgl. Bd. I, Sachregister. Privatwirtschaftslehre, §§ 16 ff.
Seltner, Buchhaltung und Bilanzkmide. II. ß, u. 7. Autl■ 6