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abzurechnen, Da es sich dabei um Verkaulskurse handelt,
ist der Umrechnungssatz, den der Importeur bezahlen muß,
an sich bereits hoch. Man wird aber weiter nicht fehlgehen,
wenn man annimmt, daß er außerdem noch hoch ist, denn
da alle Banken in diesem Falle gleichmäßig an einem hohen
Kurse für Bank bills on demand ein Interesse haben, mag
bei dem Fehlen jeder offiziellen Preisfestsetzung oder
Preisveröffentlichung leicht der freie Wettbewerb an Wirk
samkeit verlieren. Kontrollieren läßt sich das von hier aus
nicht, da diese Notizen nicht hierher gelangen, doch scheint
folgendes für diese Annahme zu sprechen. In einer Frage
beantwortung von drüben wird nämlich gesagt, daß die
Preisdifferenz zwischen t. t. und Sichtwechseln der Banken
wohl meist nach dem Londoner Banksatz sich richte, wäh
rend nach derselben Quelle die Preisdifferenz zwischen
kurzen und langen Warenwechseln, also bei schlechterem
Wechselmaterial, sich nach dem Londoner Privatsatz
richte.
Den Notizen für t. t. und Bank on demand gegenüber
kommen die zur selben Gruppe gehörenden Kurse für 3 und
4 M/S. Bankwechsel weniger in Frage; als ausgesprochenes
Zahlungsmittel, wie t. t. und on demand, sind sie nicht zu
gebrauchen und als Anlagepapiere sind die dokumentierten
Warenwechsel rentabler. Langes Bankpapier wird daher
wenig abgegeben, zumal Londoner Akzeptkommission und
unter Umständen, so in Indien, noch ein besonderer Wech
selstempel darauf ruht. Diese Spesen müssen natürlich im
Kurse berücksichtigt werden.
Die andere Hauptgruppe sind die Ankaufraten, die
sich auch dadurch charakterisieren, daß es sich grundsätz
lich um lange Sichten und um Warenwechsel (Private Pa
per) handelt. Es wurde bereits erwähnt, daß die gelegent
lich notierten Ankaufsraten für Bankwechsel oder für kurze
Sichten geringere Bedeutung haben. Die zu der zweiten
Hauptgruppe gehörigen Sichten sind ebenso vielgestaltig wie
die Qualität der hierbei umgesetzten Wechsel, Es handelt
sich um die Entnahmen der asiatischen Exporteure auf
Europa etc, (hauptsächlich London), die von diesen an die
Banken verkauft werden. Man unterscheidet dabei drei