Full text: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

32 
td 
nz 
1= 
ör 
en 
3 
In 
fi 
1. 
am 
in 
h= 
iz 
{= 
mn. 
‘9 
1er 
ter 
h- 
18= 
»f 
10= 
ter 
ın- 
her 
Jen 
‚en 
nz 
1na 
zuffen aus der Uiraine. Ihre Niederlaljungen wurden, nad mehr 
jagen Aufjtänden, im 18. Yahrhundert unter Katharina II. zerfjtört 
und fie wanderten teils ins Dongebiet, teils in den Kaukafus aus. 
Bon Wolga-Kofaken wurde im 16. Yahrhundert die Eroberung Sibi- 
viens begonnen und von ihnen ftammen die fibirijdhen Kojakenheere 
und ebenfalls die Uralkojafen ab. 
Die Kofaken bilden alfo nidht einen bejonderen Volksjtamm, fon- 
dern nur einen militärijd) organijierten Stand, defjen Bejtand frei 
;ich Jeit der während der Regierungszeit Wlezxanders II, erfolgten recht 
lien Gleicjtellung der Kojafen mit der übrigen Bevölkerung und 
Ermöglidhung des Austritts aus dem Kolakenitande wefentlid) gelodert 
murde, 
Die Kofaken mußten, vom 18. Jahre an, 20 Jahre als Soldat 
dienen und davon zwölf Jahre im aktiven Dienfjte zubringen. Während 
diefer ganzen Zeit waren fie verpflichtet, fig auf eigene Kofjten voll- 
‚tänbdig auszurüften, wogegen [ie eine weitgehende Steuerfreiheit ge- 
1ofjen, 
Derartige, militärijdh organijierte Kojakenheere gab es bei Aus- 
brud) des Weltkrieges, auHer dem Heer der Donkofaken, nad) zwölf, 
die im Sftliden Teil des europäijden Ruklands (Orenburg, Ural, 
Altradan), im Kaufajus (Teref und Kuban) und in Sibirien (Trans- 
Daikal, Amur, Ujjurti, Iriutitk, Krafnojarjt und Semiretihenif) ihre 
Siedlungen hatten. 
Das Gebiet der Donkofjaken [tellt eine fladje, mit Steppen bededte 
Ebene dar, die nur im weitliden Teil einen hügeligen Charakter hat. 
Die vorherr{dhende Bodenart ijft die fruchtbare Schwarzerde. Un Wald 
‘It das Gebiet aukerordentlidg aım — der Waldbeftand bededt, nicht 
einmal 250000 Dekjatinen, d. hH. 1,6% der Gejamtfläde, und ift 
yauptjäcdlid in den Fluktälern zu finden. Es wadhljen hier nur Laub- 
äume — Eichen, Pappeln, Whorn, Weiden u. a. 
Die HauptbejdHäftigung der Bevölkerung bildet die Landwirtdhaft. 
Der fruchtbare Boden gibt troß der exten]iven WirtihHaft reihe Er- 
träge, nur madt fih Häufig eine |tarie Dürre bemerfbar. Der recht 
bedeutende Überfdhuß an Brotgetreide (20 Millionen Zentner und noch 
mehr) wurde ausgeführt, zum Teil audy ins Ausland, über die Häfen 
des Dongebietes, Rojftow, Taganrog und Afow. Die vorherrichende 
Brotfrucht ijt der Weizen, nur im Norden findet man audy Roggen, 
ferner Gerfite, Hafer, Mais, Hirje, aud) Kartoffeln in geringen Men- 
gen. Der Gemüjebau ijt neben dem Aderbau überall zu finden, aber 
von größerer Bedeutung für die Bevölkerung ijt er nur in der Nähe 
der Städte und im Flukgebiet des Don. Sehr entwidelt ijt audh) der 
Obit- und Weinbau. Eine große Rolle fpielt aud im Dongebiet die 
Biehzucht; im Kahre 1911 wurden hier 2189345 Stüg Grokvieh,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.