Full text: Tote und lebendige Wissenschaft

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^mechanische Ursache^); aber sie sind niemals und 
in keine ni Sinne mechanisch-ursächlich! 
Wieder zeigt sich uns die vom Ganzen ausgehende uni 
versalistische Lehre mit ihren einsichtig begriffenen Wahrheiten 
als lebendige, die individualistische Lehre mit ihren mechanisch 
ursächlichen Gesetzen als tote Wissenschaft. 
An dieser Stelle soll dieses schwierige Gebiet nicht weiter betreten 
werden, es sollte nur auf die verfabrenkundliche Folgerung hingewiesen 
werden, die entstebt, wenn die Tausch- und Preislehre es mit Ganzheiten 
statt mit Einzelbandlungen, mit Wirtschaftsatomen, zu tun hat. Weiter 
geführt ist der Gedankengang im „Fundament d. Volkswirtschaftsl.", 
3. Aufl., 1923, S. 20 ff., 249 f., 262 f.; „Kategorienlehre" 294 ff. 
5. Der Begriff der volkswirtschaftlichen Verteilung. 
Die individualistische Volkswirtschaftslehre wird auch mit 
Bezug auf den Verteilungsbegriff geneigt sein zu leugnen, 
daß es eine eigene individualistische und universalistische Be 
trachtungsweise gäbe. In ihrer methodologischen Unbefangen 
heit würde sie etwa sagen: Die Betrachtung des Wertes und 
Preises führt von selbst notwendig auf Tatsachen, die sich nach 
träglich als volkswirtschaftliche „Verteilung" Herausstellen; 
denn der Preis ist es, in dessen Gestalt sich das Abströmen 
des Hcrvorbringnisses vollzieht; „Tausch", „Preis" schließt daher 
schon „Verteilung" in sich; daher gilt für den Individualisten: 
Die Handlungen der Einzelnen ergeben den Preis; im 
Preise ist der Austausch der Realgüter beschlossen; der Preis 
ergibt daher die Verteilung; aus den Preisgesetzen ergeben 
sich die Verteilungsgesetze. In diesem Punkte kann daher 
eine andere, die universalistische Betrachtung nichts Neues 
ergeben — so etwa könnte man den Gedankengang Ri 
cardos oder Böhm-Bawerks als Einwand gegen uns for 
mulieren. Ferner herrscht dabei die Vorstellung: daß jeweils 
schon fertige Güter in der Preisbildung verteilt würden.
	        
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